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Ausschüsse beraten am 20....

Südliche Lange Straße soll Schmuckstück werden

11.08.2009 | 18:02 Uhr

„Es ist eine der größten Herausforderungen für die Stadt”. Beigeordneter Jürgen Evert nannte die Summe, die für die Gestaltung des Empfangsraumes südliche Innenstadt ausgegeben werden muss, am Dienstag mit Ehrfurcht: 3,3 Millionen Euro.

Viele Projekte sind darin gebündelt, sie sollen im Verbund dafür sorgen, dass sich Lünen in Zukunft deutlich adretter präsentieren wird als bisher.

Die Verwaltung lädt zu Beratungen zu einer gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses und des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung ein; noch vor der Kommunalwahl. Die Gremien tagen am 20. August ab 17 Uhr im Rathaus.

Noch vor der Wahl müssen Entscheidungen getroffen werden, um die Projekte weiter vorantreiben zu können. Das Ziel: zumindest einen wichtigen Teil noch 2010 umsetzen zu können. Vier Planungsbüros sind mit den Projekten befasst. Es beginnt mit dem südlichen Eingang. Die Lange Straße soll auch aus Richtung Westen (Dortmund) für Linkskabbieger von der Viktoriastraße her geöffnet werden. Das Konzept dafür steht. Es sieht vor, dass eine, mit Ampeln geregelte Linksabbiegespur für Autos geschaffen wird. Radfahrer sollen über eine breite und mit Fußgänger-/Radfahrerampel gesicherte Querungshilfe die Viktoriastraße in Richtung Innenstadt überqueren können. Die Lage der jetzigen Ampel wird etwas verschoben, so Evert.

Die Lange Straße selbst, jetzt in einem erbärmlichen Zustand, wird gepflastert, von Bäumen, Sitzbänken, breiten Fußwegen und dem Radweg begleitet und das künftige Bauwerk des Bauvereins und Mercedes auf der anderen Seite repräsentativ einrahmen. Es wird Stege zum Kindergarten St. Raphael und dem Herz-Jesu-Pfarrheim geben, die Tempo-30-Regelung bleibt erhalten und das ehemalige Flussbett der Seseke wird durch ein Band blauer Stauden sichtbar gemacht. Der Wallgang wird trichterförmig aufgeweitet und besser sichtbar seinen historischen Charakter repräsentieren. Das alte Lichtburggebäude weicht einem Neubau, im Bereich der Neuberinstraße wird die Lange Straße einen eleganten Bogen über die „Coers Wiese” in die Neuberinstraße schlagen. Die Planung, so Evert, sei etwas verändert worden, um vorhandene, vitale Kastanienbäume nicht opfern zu müssen.

Die Straße wird in dem Bereich deshalb deutlich schmaler – von sieben auf 4,20 Meter. Begegnungsverkehr sei möglich, wenn ein Linienbus passiere, müsse der Gegenverkehr warten. Das zulässige Fahr-tempo in dem Bereich werde von 30 auf Schrittgeschwindigkeit reduziert. An der südlichen Lange Straße werden Fußgänger leichteres Spiel haben als bisher.

Der jetzige schmale Bürgersteig fällt weg, das Ganze erhält eher den Charakter eines kleinen Parks mit Bäumen, die von Holzeinbauten zum Sitzen großzügig eingefasst werden. Das neue Zentrum für junge Mode wird die Besucher empfangen.

Wolfram Fischer

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12.11.2009
09:54
Südliche Lange Straße soll Schmuckstück werden
von nine_of_ten | #3

Wo genau liegen die Probleme der Infrastruktur??

11.11.2009
17:17
Südliche Lange Straße soll Schmuckstück werden
von delmenh | #2

Was nützt das alles, wenn keine Sau von auswärts kommt ?

Mir stehen jedes mal die Nackenhaare zu Berge wenn ich etwas in Lünen zu erledigen habe. Die Infrastruktur um mal kurz nach Feierabend in Lünen etwas zu erledigen ist eine Strafe für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat.

Ich bin mal gespannt wie das Schnuckstück aussehen wird - besonders in 5 Jahren wenn das Projekt gescheitert ist.

13.08.2009
12:55
Südliche Lange Straße soll Schmuckstück werden
von zeitungsleser07 | #1

ist ja schön, dass lünen schön werden soll. aber eine summe von über 3 mio. ist auch ganz schön happig.
ist darin auch schon das schmiergeld für den abriß der lichtburg zugunsten des investors durch die stadt enthalten?
tja, und wenn unser beigeordneter evert solche zahlen verkündet, dann muss man die schlussrechnung mit angst + bangen abwarten.
bisher hat er es noch immer geschafft seine verkündeten kostenkalkulationen deutlich zu toppen!

müssen eigentlich die neuen und alten anlieger , wie bauverein, mercedes und das modecenter auch entsprechende anliegerkosten übernehmen?
darüber hört man gar nichts, oder wird das den anrainern erlassen, bei anliegenden privathaushalten wäre das auf jeden fall undenkbar!


und warum ist diese entscheidung denn jetzt sooo dringend, dass sie noch vor den wahlen erfolgen muss?
kann man nicht ganz in ruhe abwarten, wie der politische wind nach der kommunalwahl weht?
oder will man jetzt noch schnell alles durchwinken, was später vielleicht in frage gestellt würde?

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