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Kirche Lünen-Süd

Stühlerücken für neues Raumgefühl

27.05.2012 | 07:00 Uhr
Stühlerücken für neues Raumgefühl

Lünen-Süd. Ein neuer Blick auf den Kirchenraum bietet sich seit einigen Tagen den Gottesdienst-Besuchern der evangelischen Kirche Lünen-Süd.

Die Stühle im vorderen Bereich, von den Gottesdienstbesuchern nahezu gar nicht genutzt, wurden entfernt, die Kirchenbänke dafür deutlich nach vorne und zur Mitte gezogen, so dass eine völlig veränderte Sitzordnung entstanden ist.

„Ziel dieses Versuchs ist es, eine angenehmere Atmosphäre während der Gottesdienste zu schaffen“, berichtet Pfarrer Volker Jeck als Vorsitzender des Presbyteriums.

Versammlung am 17. Juni

Bisher verteilten sich die durchschnittlich nur 30 bis 40 Besucher in dem etwa 350 Personen fassenden Gotteshaus nämlich fast über den gesamten Raum.

Für zunächst acht Wochen gilt jetzt diese Sitzordnung. „Zu diesem Thema findet nach dem Gottesdienst am Sonntag, 17. Juni, auch extra eine Gemeindeversammlung statt“, erklärt Volker Jeck. Auch jetzt haben die Besucher nach jedem Gottesdienst bereits die Möglichkeit einen Fragebogen auszufüllen und diese Gestaltungsvariante zu bewerten und kommentieren.

Die ersten Reaktionen seien laut Jeck aber recht positiv. „So besteht beispielsweise jetzt die Möglichkeit das Abendmahl im Kreis vor den Altarstufen zu feiern“, sagt Jeck. Eine Tendenz sei daraus aber noch nicht abzuleiten. „Es gibt noch einige kleine Diskussionspunkte, deshalb bleibt es für mich nach Ablauf der Versuchsfrist eine offene Entscheidung“, erklärt Jeck.

Eine offene Diskussion

Ein wichtiges Element bei der Meinungsfindung wird dabei sicherlich die Gemeindeversammlung im Juni sein, Jeck betonte aber auch, dass die endgültige Entscheidung durch das Presbyterium gefällt wird. „Schließlich weiß man ja auch, dass es immer gewisse Vorbehalte bei Neuerungen gibt, wenn man sich über Jahre an einen Zustand gewöhnt hat und auch so eine enge Bindung zum Gotteshaus aufgebaut hat“, sagt Jeck.

Die Stühle kamen übrigens nach mehreren Phasen der Renovierung Anfang der 90er Jahre in die Kirche. „Wir wollten damit eine größere Flexibilität schaffen. So konnten wir für Chöre oder andere große Gruppen auch immer schnell eine passende Sitzgelegenheit schaffen“, erinnert sich Pfarrer Jeck und ergänzt: „Allerdings wurden die Stühle nicht wirklich geliebt. Deshalb kommen wir den Gottesdienstbesuchern jetzt so entgegen und versuchen ein geeigneteres Raumgefühl zu erzeugen.“

Markus Wilczek



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