Streichung von 100 000 Euro sicher
29.04.2010 | 15:30 Uhr 2010-04-29T15:30:00+0200Lünen. Seniorenmesse und -sportfest werden bei allen Sparüberlegungen nicht infrage gestellt.
Beim so genannten Beauftragtenwesen – darunter die Senioren – werden jedoch 100 000 Euro eingespart. Der Pflegestützpunkt bei der Knappschaft wird nach einer Überprüfung der neuen Struktur vielleicht 2011 mit der Wohnberatung räumlich zusammengelegt. Dies erfuhr der Seniorenbeirat in seiner ersten Sitzung nach der Konstituierung.
Nach massiver Kritik an der Neuordnung der Pflegeberatung erläuterte Kreissozialdezernent Rüdiger Sparbrod, dass der Kreis Unna wegen gesetzlicher Änderungen nach 13-jähriger Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale drei Pflegestützpunkte schaffen musste und es in Lünen, Kamen und Unna tat.
In Lünen sei der Stützpunkt bekanntlich bei der Knappschaft, die unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Kranken- und Pflegekasse wettbewerbsneutral beraten müsse. Gegenüber der früheren Regelung mit 2,75 vom Kreis finanzierten Stellen der Verbraucherzentrale gebe es jetzt je Stützpunkt zwei, also sechs Stellen. Die Sprechstunden in den anderen Kommunen seien geblieben.
Die neue Struktur sei zu wenig bekannt und müsse sich noch entwickeln. Sparbrod verwies auf die Pflicht zur aufsuchenden Beratung hin. Die Pflegekasse müsse sich bei Bedarf die Verhältnisse vor Ort ansehen und mit dem Hilfsbedürftigen einen Versorgungsplan aufstellen. Ebenfalls müsse der Pflegestützpunkt Kontakt mit der Wohnberatung aufnehmen, wenn es notwendig sei.
Der Seniorenbeirat mahnt in einer Resolution, bei der Sparpolitik die Arbeit des Seniorenbeirates nicht in Frage zu stellen oder erheblich zu behindern. Durch weiteren Personalabbau wären dann unverzichtbare Strukturen in der Seniorenarbeit nicht mehr zu halten. Schon jetzt könne das ehrenamtlich arbeitende Gremium seiner Arbeit nur begrenzt nachkommen.
Erster Beigeordneter Günter Klencz kündigte an, dass der Rat wohl bei den bisher 6,5 Stellen für die Bereiche Senioren, Behinderte, Integrations- und Gleichstellungsarbeit 100 000 Euro einspare. Wie sich das auswirke, werde man später in der Praxis sehen. Er versprach dem Beirat, dass seine Arbeit nicht gravierend beschränkt werde. Seniorenmesse und -sportfest würden bleiben. „Die kosten außer der personellen Betreuung keinen Cent”, sagte die Vorsitzende Eleonore Köth-Feige. Die Sprecher der vier Arbeitsgemeinschaften berichteten über erste Tätigkeiten. Gabriele Dengel-Lorenz (GFL) betreut die neue Webseite (www.seniorenbeirat-luenen. de). Zur nächsten und 31. Senioren-Kreuzfahrt gibt es bereits 86 Voranmeldungen, ohne dass ein Ziel feststeht.
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