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Sammeln für Notleidende

Sternsinger sammeln für Senegal

04.01.2010 | 17:25 Uhr

Lünen. Die Sternsinger der katholischen Gemeinde St. Barbara aus Brambauer sind in diesem Jahr die ersten Sternsinger, die in Lünen unterwegs sind:

Seit gestern und bis zum Fest der Heiligen Drei Könige am morgigen Mittwoch sammeln dort fünf Gruppen Spenden für das Kindermissionswerk.

Pünktlich zum Fest der Heiligen Drei Könige machen sich zwölf Sternsinger der Gemeinde Heilige Familie Lünen-Süd auf den Weg. Mit dem Aussendungsgottesdienst um 10 Uhr geht es los. Es wird auch das Dreikönigsstück gespielt, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen ist. Bürger aus Lünen-Süd und Gahmen, die den Segenswunsch CMB (Christus Segne dieses Haus) bekommen möchten, können sich noch bis heute Abend unter (02306) 4 03 80 anmelden.

Die St. Marien-, St. Ludger-und St. Norbert-Gemeinde beginnen mit ihrem Sternsingerprogramm am Samstag, 9. Januar, um 9 Uhr mit der Heiligen Messe und beenden es mit der Dämmerung – jedoch machen sich die St. Ludger-Sternsinger auch noch am Sonntag, 10. Januar auf den Weg. Die Sternsinger der St. Gottfried-Gemeinde sammeln am Sonntag, 10. Januar Spenden.

„Dieses Jahr haben wir nur 16 Sternsinger, das sind fünf Sternsinger-Gruppen”, sagt Pfarrer Helmuth Rasel, St. Barbara-Gemeinde. Auch die St. Marien-Gemeinde muss feststellen, dass ihre Sternsinger nicht alle Bürger besuchen können. Aber wer sich auf einen Besuch der St. Marien-Sternsinger freuen kann, das sind die Patienten des St.-Marien-Krankenhauses, und zwar am Mittwoch, 6. Januar.

In Horstmar gibt es keinen „Sternsinger-Rückgang”: „Dieses Jahr sind sogar zehn Kinder mehr dabei!”, freut sich Pfarrer Marc Stücker. „Kalte Füße? Kalte Ohren? Egal – wir kommen”, kündigt er an. Rund 40 Mädchen und Jungen, machen sich am Mittwoch, 6. Januar, als Sternsinger auf den Weg durch Horstmar und Niederaden.

Am heutigen Dienstag treffen sie sich um 10 Uhr im Pfarrheim Herz Mariä zu den letzten Vorbereitungen. „Aus den vielen neu genähten Gewändern muss das passende gefunden werden”, so Stücker. „Und die Kronen sollen auch auf den Mützen sitzen. Sternsingerlied und Segensspruch wollen eingeübt sein.” Jede Dreiergruppe bekomme einen Stern – und natürlich einen erwachsenen oder jugendlichen Begleiter an die Seite. Am morgigen Mittwoch ist es dann soweit: Nach dem Aussendungsgottesdienst um 9 Uhr in der Kirche besuchen die Sternsinger alle Kindergärten und zahlreiche Geschäfte und Familien. Bei der Mittagspause zwischen 12.30 Uhr und 14 Uhr stärken sich die Kinder.

In den Sternsinger-Familiengottesdienst am Sonntag, 10. Januar, um 10.30 Uhr kommen die Sternsinger noch einmal im „Königs-Outfit“. „Dann steht auch das Sammelergebnis annähernd fest”, so Stücker. In Horstmar und Niederaden seien in 2009 rund 3 900 Euro zusammengekommen. Wer ganz sicher gehen will, dass die Sternsinger auch wirklich kommen, kann sich noch bis heute in die Besuchsliste in der Kirche eintragen – oder unter (02306) 40059 telefonisch im Pfarrbüro seinen Besuchswunsch anmelden.

Ob mehr Sternsinger oder weniger, eines haben alle gemeinsam: Unter dem Motto „Kinder finden neue Wege” sammeln die Sternsinger Spenden für das diesjährige Beispielland Senegal. Ein interessantes Element, das alle Sternsinger in Deutschland verbindet, sind dieses Jahr orangene Schnürsenkel. Die Bedeutung: Kinder müssen sich die Schuhe schnüren, wenn sie sich auf den Weg machen. Die orangene Farbe soll für Auffälligkeit sorgen.

Im vergangenen Jahr konnten bei der Sternsingeraktion bundesweit 39,6 Mio Euro gesammelt werden. Diese flossen in rund 2 700 Projekte für Not leidende Kinder ein.

Tanja Labuda

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