Star war Ford Speedster von 1929
29.06.2009 | 13:13 Uhr 2009-06-29T13:13:00+0200
War das 19. Oldtimertreffen das letzte? Nostalgische Kühlerfiguren, blitzendes Chrom und ganz viele Erinnerungen - das 19. Oldtimertreffen des Lüner Automobil-clubs lockte am Sonntag Alt und Jung auf den Parkplatz an der Mersch - vielleicht zum letzten Mal.
145 Teilnehmer stellten ihre bis zu 70 Jahre alten Autos und Motorräder zur Schau. Mit so einem großen Zuspruch hatte man von Seiten des Lüner Automobilclubs nicht gerechnet. Aber das Wetter passte. Zudem war schon vorab publik geworden, dass es das beliebte Oldtimertreffen, das diesmal im Gedenken an den Ende letzten Jahres verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Manfred Schäfer und die kürzlich verstorbene Frau des jetzigen 1. Vorsitzenden Friedhelm Schäfer stattfand, vielleicht nicht noch einmal geben wird.
So verlegten viele ihren Sonntagsausflug auf den Parkplatz in der Mersch. Hier gab es manches alte Schätzchen zu entdecken. Star des Tages war dabei das älteste Auto der Schau, ein offener Ford Speedster aus dem Jahr 1929, mit dem der Besitzer Armin Gubat aus Dortmund angereist war. Moderator Horst Arenz vom Lüner Automobilclub machte an diesem fantastisch erhaltenen Fahrzeug - „sieht aus, als käme er gerade aus dem Werk” - länger Halt und der Eigentümer erklärte bereitwillig alle Details. Auch, was es mit der chromblitzenden Kühlerfigur auf sich hat, konnte er erklären: „Es handelt sich um eine zum Flug startende Wachtel - ein Hinweis darauf, dass der Wagen bereits ein Schnellstarter ist, also mit elektrischem Anlasser funktioniert und nicht mehr angekurbelt werden muss.” Armin Gubat sprach aus, was wohl viele beim diesjährigen Treffen dachten: „Ich fände es schade, wenn das Treffen stirbt. Das Konzept, dass alle Marken kommen dürfen, ist genau richtig und man sieht hier wirklich wunderschön restaurierte Fahrzeuge”.
Vielleicht gibt es doch eine Fortsetzung
Vielleicht ist das letzte Wort doch noch nicht gesprochen. Friedhelm Schäfer, der den Posten des 1. Vorsitzenden von seinem verstorbenen Bruder übernommen hat und selbst seit 40 Jahren im Automobilclub aktiv ist, deutete das jedenfalls am Samstag an: „Die Todesfälle haben mich und unseren Verein tief getroffen und deshalb fahren wir die Veranstaltung auch mit etwas gebremsten Enthusiasmus. Der Zuspruch, den wir in den letzten Wochen erfahren haben, ist aber so überwältigend, dass unsere Entscheidung, die Oldtimertreffen ganz einzustellen, in den letzten Tagen etwas wackelt.”
Ohne neue engagierte Mitglieder wird die Arbeit, die dahintersteckt, allerdings schwer zu stemmen sein. Der Auto-mobilclub würde sich daher über Automobilfreunde, die sich für eine Mitgliedschaft interessieren, freuen. Ansprechpartner ist Friedhelm Schäfer, Telefonnummer: (0231) 801697.
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