SPD: Caritas soll weiterhin Flüchtlingsbetreuung übernehmen
08.08.2007 | 15:43 Uhr 2007-08-08T15:43:37+0200Lünen. (tja) Der SPD-Arbeitskreis Bürgerservice und Soziales hat sich dafür ausgesprochen, dass die Caritas weiter für die Flüchtlingsbetreuung in Lünen verantwortlich sein soll.
"Der Vertrag, der vor einem Jahr geschlossen wurde, läuft aus. Jetzt muss überlegt werden, wie es weitergeht", erläuterte Arbeitskreis-Sprecher Siegfried Störmer den Hintergrund. Die SPD - die seinerzeit noch eine Ausschreibung gefordert hatte - meine jedoch, dass der Vertrag ohne eine erneute Ausschreibung verlängert werden sollte. "Wir sind der Auffassung, dass man die Arbeit nach einem Jahr nicht schon wieder neu gestalten oder in Frage stellen sollte", bilanzierte Störmer. "Pädagogische Arbeit ist abhängig von Vertrauen und persönlichem Kennen auf beiden Seiten, deshalb ist es sinnvoll, die Arbeit so weiterzuführen." In den Jahren zuvor war die Diakonie für die Flüchtlingsbetreuung zuständig gewesen. Laut Störmer handle es sich bei dem Auftrag um eine sozialpädagogische Betreuung im weitesten Sinne. "Es geht um Lebenshilfe, Kontaktaufnahme zu Schulen und Regelung des Zusammenlebens in den Heimen bis zu Hilfen im alltäglichen Leben."
Einig waren sich die SPD-Mitglieder auch darüber, dass der Beirat des Multikulturellen Forums um Vertreter des Migrationsrates erweitert werden soll. "Der Wunsch des Migrationsrates war für uns Anlass, die Bedeutung dieses Beirats zu überdenken", so Störmer. Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass dieses Gremium eine "wichtige Drehscheibe" sei. "Man bringt nicht nur Ideen ein, sondern erfährt auch etwas von einer Einrichtung, die in Lünen eine große Bedeutung im wirtschaftlichen und integrativen Bereich hat." Dem Beirat gehören bereits Vertreter der Verwaltung, des Rates, der AWO und von Multikulti selbst an.
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