Sonnenlage für neuen Kindergarten
18.02.2010 | 20:00 Uhr 2010-02-18T20:00:00+0100Horstmar. Der Stadtbetrieb Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) überprüft gerade, ob es an der Grundschule in der Querstraße noch einen besseren Standort für den neuen städtischen Kindergarten gibt, als das Grundstück des ehemaligen Hausmeisterhauses, das im März abgerissen wird.
Das teilte gestern ZGL-Leiter Dieter Kasprowiak im Gespräch mit unserer Zeitung mit. Danach werde gerade geprüft, inwieweit die Fläche auf der gegenüberliegenden Seite, also von der Zuwegung zur Schule aus gesehen rechts, besser geeignet ist.
Auf den ersten Blick spreche einiges dafür, berichtete Kasprowiak. Der Bereich biete mehr Platz für das Außengelände des Kindergartens und würde wegen seiner Südwestlage auch mehr Sonne abbekommen.
Ein weiteres Argument: Wird dort gebaut, wo heute das alte Hausmeisterhaus steht, müsste für die Außenanlage des Kindergartens ein Stück des angrenzende Wäldchens geopfert werden. Das sei generell zwar kein Problem, erklärte Kasprowiak, weil auch das Wäldchen städtischer Grund sei. Allerdings würden dann weitere Genehmigungen fällig und unklar sei auch, inwieweit der alte Bunker dort im Wege steht. Das alles kostet Zeit, und die spielt in den weiteren Planungen durchaus eine wichtige Rolle.
Denn der neue, 1,1 Millionen Euro teure Kindergarten soll zum großen Teil, insgesamt mit 850 000 Euro, aus Konjunkturpaket-II-Mitteln bestritten werden. Die gibt's nur, wenn der Neubau nicht nur bis Mitte 2011 eröffnet ist, sondern alle dafür er-brachten Leistungen komplett abgerechnet sind. Anders gesagt: Mit dem Bau muss schnell begonnen werden, sonst droht das Projekt zu kippen.
ZGL will der Politik in drei bis vier Wochen eine eindeutige Standort-Empfehlung vorlegen, damit der Rat schnell entscheiden kann. Kasprowiak betont, dass nur über den Standort zu entscheiden ist. Dass gebaut werden soll, und zwar in Grundschulnähe, ist beschlossene Sache.
Der städtische Eigenanteil am Kindergarten-Neubau reduziert sich übrigens auf 70 000 Euro, weil zusätzlich zu den Konjunkturpaket-II-Mitteln noch mit Fördergeldern für die U 3-Betreuung zu rechnen ist, wie der ZGL-Leiter erklärte. Kalkuliert wird mit zwölf Plätzen für die Betreuung von Unter-Dreijährigen.
Der Auftrag für den Abriss des alten Hausmeisterhauses ist gerade erteilt, und zwar an eine Firma aus der Region, wie Dieter Kasprowiak berichtete. Die soll im März mit den Arbeiten beginnen. Voraussichtlich nach drei bis vier Wochen sei das Grundstück dann soweit hergerichtet, dass es überbaut werden kann. Ob es Standort des neuen Kindergartens wird, darüber hat nun die Politik zu entscheiden.
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