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Streusalz

Sommerthema Winterdienst

16.07.2010 | 18:02 Uhr
Sommerthema Winterdienst
Foto: Günter Blaszczyk

Lünen.Die Rückerstattung der Mehrausgaben fürs Streusalz wurden der Stadt Lünen zwar schriftlich bestätigt, doch Geld geflossen ist bisher keines. Der Vertragspartner, der vergangenen Winter aufgrund von europaweiten Lieferengpässen seinen Vereinbarungen nicht nachkam (die WBL hatte damals Salz sogar teuer in Übersee eingekauft), spiele auf Zeit und ziehe die Rückerstattung mit Absicht in die Länge.

Engpässe soll es
nicht mehr geben

Davon ist Thomas Möller, Abteilungsleiter bei den Wirtschaftsbetrieben Lünen, inzwischen überzeugt. Der Landesbetrieb Straßen.NRW habe dem europaweit operierenden Unternehmen aus Hannover, der Firma Esco, inzwischen eine Zahlungsfrist gesetzt. Denn das Unternehmen mache geltend, dass nicht alle Städte die erforderlichen Lieferscheine und Abschlusserklärungen nach Hannover geschickt hätten. Esco habe noch Klärungsbedarf, geht aus einem Schreiben von Straßen.NRW an WBL hervor, das am Donnerstag einging. „Lünen hat definitiv alle Lieferscheine und Erklärungen eingereicht“, sagt der WBL-Abteilungsleiter.

Die Esco-Begründung überzeugen weder Möller noch Straßen.NRW. Der Landesbetrieb, der für das Land und für alle angeschlossenen Kommunen die Lieferverträge aushandelte, hat Esco unmittelbar nach Eingang des Schreibens eine Frist gesetzt. Bis zum 24. Juli. Spätestens dann werde es zur Rückerstattung kommen, ist Möller überzeugt.

Lünen steht eine Rückerstattung im hohen fünfstelligen Euro-Bereich zu – eine Summe zwischen 50 000 und 100 000 Euro, erklärte Möller.

Streusalz-Engpässe und teure Ersatzeinkäufe wie im vergangenen Winter soll es in Lünen nicht mehr geben. WBL will vor Beginn der kalten Jahreszeit vorsorglich die doppelte Menge an Streusalz einbunkern. Statt bisher 160 Tonnen nun erstmals 400 Tonnen. Möller rechnet wieder mit einem langen Winter. Er beruft sich auf Wetterzyklen und Langzeitprognosen. Im vergangenen Winter, der vor allem zu Jahresbeginn extrem kalt war, streuten die WBL-Kolonnen insgesamt 1 400 Tonnen Salz.

Der Winterdienst hält also die Wirtschaftsbetriebe auch im Sommer auf Trab. Gerade erst wurden an den Gerätschaften die erforderlichen Prüfungen abgeschlossen. Nun werden sie konserviert und bis zum ersten Einsatz eingelagert. In ein bis zwei Monaten beginnt WBL wieder mit den Schulungen des Personals für den Winterdienst.

Andreas Gruber

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