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So viele Einsätze wie noch nie

22.12.2011 | 19:09 Uhr
So viele Einsätze wie noch nie
geschickt.

Lünen.   Gerade als der Festakt für die Einweihung des neuen Sozialtraktes für die Besatzung von Christoph 8 beginnen sollte, funkte die Rettungsleitstelle einen Notfall. Und schon hob der Rettungshubschrauber wieder ab, wie bereits zum 1414. Mal in diesem Jahr.

Gerade als der Festakt für die Einweihung des neuen Sozialtraktes für die Besatzung von Christoph 8 beginnen sollte, funkte die Rettungsleitstelle einen Notfall. Und schon hob der Rettungshubschrauber wieder ab, wie bereits zum 1414. Mal in diesem Jahr. So viele Einsätze gab es noch nie, seit die Station 1974 in Betrieb genommen wurde. Eine stetig steigende Belastung für die Mitarbeiter, für die durch den neuen Aufenthaltsbereich bessere Arbeitsbedingungen geschaffen worden sind.

Landrat Michael Makiolla würdigte den Einsatz der Hubschrauber-Besatzung, die tagtäglich Leben rettet — auch im Namen der 15 Kreise und kreisfreien Städte, die sich im 50 Kilometer umfassenden Flugradius des ADAC-Hubschraubers befinden. Der Neubau des Sozialtraktes zeige zudem, dass auch in Zukunft auf die Luftrettung gesetzt werde.

„Und die stetig steigende Zahl der Einsätze verdeutlicht, dass Christoph 8 für die Region unverzichtbar ist“, erklärte Michael Makiolla. Elf Piloten stehen zur Verfügung, rund 15 Ärzte stehen im angrenzenden St.-Marien-Hospital im Wechsel bereit, nicht zu vergessen die Rettungsassistenten.

Christoph 8 kommt immer dann zum Einsatz, wenn es schnell gehen muss. Bei einem schweren Verkehrsunfall, bei internistischen Notfällen wie einem Herzinfarkt sowie bei Unfällen mit Amputationen. In 2010 waren es noch 1299 Einsätze, die die Lüner Crew bewältigen musste. Die Tendenz sei seit Jahre steigend, erklärte Holger Hoven, der leitende Pilot im Lüner Team. Noch werden nur Tagesschichten in Lünen geschoben, doch wenn einmal die Entscheidung fallen würde, auch Nachts zur Luftrettung aufzubrechen, bestünde die Möglichkeit die dafür notwendigen Räume vorzuhalten. Zurzeit darf der Hubschrauber ab 7 Uhr morgen starten und muss zum Sonnenuntergang wieder landen. Außerdem könne bei Bedarf sogar noch eine weitere Etage aufgesattelt werden.

Nach sieben Monaten Bauzeit hat die Besatzung nun auch ein großes Büro, Sozial- und Funktionsräume, Ruhebereiche, ein medizinisches Lager und ein hochmodernes Desinfektions- und Trockenraum. „Wir müssen uns nun nicht mehr in der Halle umziehen, sondern können uns nach höchsten hygienischen Vorgaben nach den Einsätzen reinigen“, freut sich Thomas Kade, der leitende Rettungsassistent von Christoph 8. „Wir freuen uns über das neue Gebäude, das uns nun ermöglicht, besser und effizienter zu arbeiten.“

Carmen Thomaschewski

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