Haushalts-Sparkurs
Senioren- und Behindertemesse bedroht
15.03.2010 | 18:32 Uhr 2010-03-15T18:32:00+0100Lünen. Die Senioren- und Behindertenmesse könnte Opfer des Sparkurses werden. Das befürchtet der SPD-Arbeitskreis Bürgerservice und Soziales und fordert ein Gegensteuern.
Wie Arbeitskreis-Sprecherin Christiane Mai am Montag mitteilte, gehe es um die Kürzung einer halben Personalstelle im Rathaus im Bereich der Seniorenarbeit. Das sei so angedacht, und die Verwaltung habe bereits über die Folgen informiert: „dass die Messe nicht mehr durchgeführt werden könne und der Seniorenbeirat sich in seiner Arbeit stark einschränken müsse”, so Mai.
„Wir wissen um die Gefahr, dass im Nothaushalt derartige freiwillige Leistungen schnell dem Rotstift zum Opfer fallen”, erklärte Mai. Deshalb fordert der Arbeitskreis von der Verwaltung nun ein Konzept, „wie durch optimale Umstrukturierung der Seniorenarbeit Personal eingespart werden kann, ohne dass die ehrenamtliche Seniorenarbeit Qualitätseinbußen erleiden muss”, heißt es in der Mitteilung. Die Sozialdemokraten denken dabei an einen Personalpool für die Aufgabenbereiche „Senioren”, „Behinderte” und „Migranten”. Personelle Kapazitäten sollen gebündelt und optimiert werden. Der Arbeitskreis hofft, so Leistungsverzichte trotz Stelleneinsparungen vermeiden zu können.
Der Arbeitskreis hat darüberhinaus der Schließung der Unterkunft in der Ladestraße neben den Schließungen der Übergangswohnheime Vogelscher und in Brambauer zugestimmt. Dies allerdings mit „besonderer Skepsis” und nur unter der Voraussetzung, so Mai, dass die Verwaltung ein tragfähiges Belegungskonzept vorlege. Der Umzug der Bewohner auf die verbleibenden Heime an der Alstedder Straße, der Wilhelm-Meier-Straße und der Straße Auf dem Ringe dürfe aber „zu keiner sozialen Belastung in den Stadtteilen führen”, erklärten die Sozialdemokraten. Insbesondere die Unterkünfte Auf dem Ringe seien mit Sorgfalt zu belegen, da dort vor allem Familien mit Kindern untergebracht sind.
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