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Seilbahntrasse wird zur "grünen Lunge"

13.06.2007 | 08:15 Uhr

Lünen. (os) Die Seilbahntrasse soll schöner werden. Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Topf des Landes NRW wird sie zu einer richtigen kleinen Allee umgestaltet.

Genau 170 Bäume werden dazu entlang der Trasse angepflanzt und sorgen dann für ein angenehmes Ambiente auf dem Radweg, der erst kürzlich komplett überarbeitet worden ist (wir berichteten). Bezahlt wird dies vor allem mit Fördermitteln aus dem so genannten 100-Alleen-Programm. Etwa 40 000 Euro gibt es an Zuschüssen, rund 52 000 Euro dürfte die Maßnahme nach derzeitigen Schätzungen insgesamt kosten. So wird die alte Bahntrasse zu einem neuen vollwertigen Grünzug quer durch den Stadtteil.

Genau das will das 100-Alleen-Programm auch erreichen, denn Alleen erfüllen aus Sicht des Umweltministeriums des Landes NRW wichtige Funktionen. So bieten sie zum einen Lebensraum für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten, zum anderen sind sie so etwas wie natürliche Luftreiniger - sie nehmen CO2 auf, kämmen Feinstaub teilweise aus der Luft und sind gut für das Grundwasser.

Die Vergabe von Fördermitteln für dieses Projekt ist an einige Bedingungen gebunden. Zum einen müssen die Bäume mindestens 25 Jahre stehen bleiben - ansonsten muss zurückgezahlt werden. Zum anderen dürfen nur heimische Baumarten gepflanzt werden, die noch dazu standortgerecht sind. "Wir werden kleinkronige Bäume nehmen", kündigte Jürgen Evert, Beigeordneter der Stadt Lünen, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung an. Die hätten den Vorteil, dass die doch eher schmale Seilbahntrasse nicht nach ein paar Jahren völlig zuwächst. Zum anderen hätten die auch weniger Laub, dadurch sinkt nicht nur der Pflege- und Kostenaufwand für die Stadt, sondern auch das Gefahrenpotenzial für Radfahrer.

Die Verschönerung der Seilbahntrasse ist aus der Sicht von Jürgen Evert auch ein wichtiger Vorgriff auf ein Projekt, auf dessen Umsetzung der Stadtteil schon eine ganze Weile lang wartet: Die Umgestaltung eines Bereiches an der Waltroper Straße zu einem zentralen Ort für Veranstaltungen und mit Aufenthaltsqualität in der Stadtteilmitte. Der Architektenwettbewerb zu "Stadt macht Platz - NRW macht Plätze" ist längst gelaufen, und auch hier sind eigentlich alle Voraussetzungen für einen relativ zeitnahen Baubeginn gegeben - bis auf eine: "Wir haben noch keinen Bewilligungsbescheid", bedauert Evert, und ohne Landesmittel wäre das Projekt nicht machbar. Immerhin würden die Baukosten stolze 600 000 Euro betragen. "Wenn alles gut geht, dann bekommen wir die Förderung auch nach den alten Kriterien", hofft der Beigeordnete. Das würde bedeuten, dass die Stadt Lünen gerade einmal 120 000 Euro selbst bezahlen müsste, anstatt 180 000 Euro nach neuen Kriterien.

Dass es noch keinen Bewilligungsbescheid gibt, liegt vor allem an der Quelle, aus denen die Mittel kommen. Sie stammen aus Rücklaufmitteln, also solchen, die bei anderen Projekten nicht in Anspruch genommen wurden. Dennoch rechnet Evert damit, noch Mitte dieses Jahres den Bescheid auf dem Tisch zu haben. Bis dann im Frühjahr mit dem Umbau begonnen werden kann, muss im Herbst noch eine politische Entscheidung zu Gunsten des Projekts fallen, der Bau ausgeschrieben und die Planungen detailliert durchgeführt werden.

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Seilbahntrasse wird zur "grünen Lunge"
Seilbahntrasse wird zur "grünen Lunge"
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2007-06-13 08:15
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