"Schachtzeichen"
Sechs Ballone erinnern an Lüner Zechen
06.05.2010 | 17:45 Uhr 2010-05-06T17:45:00+0200
Lünen. Gelbe Ballone mit 3,70 Meter Durchmesser werden in bis zu 80 Meter Höhe vom 22. bis 30. Mai an die früheren Schächte im Ruhrgbiet erinnern, in Lünen werden die so genannten Schacht-Zeichen als Aktion der Kulturhauptstadt 2010 an sechs Stellen aufgelassen.
Dies an den ehemaligen Schächten Achenbach I und IV (nahe dem Ufo), am Grubenwehrhaus und am Unternehmen Bucyrus (früher DBT) für die Schächte Viktoria 1 und 2 sowie am städtischen Bauhof Scharnhorststraße und im Seepark zur Erinnerung an die Preußenschächte in Horstmar. Je Standort kostet die Ballonaktion 5000 Euro.
Die Ballone werden am 24. und 29. Mai nicht wie an den anderen Tagen um 20 Uhr herunter gezogen, sondern bleiben von innen beleuchtet am Himmel stehen. Bei guten Wetter sind viele Ballone dann von Hochpunkten im Revier weit zu sehen. Zwei Ballons sponsert die Stadt, zwei die Ruhr.2010 GmbH, einen das Bergbautechnik-Unternehmen Bucyrus und einen die Firma Air Liquide Deutschland. Das Unternehmen versorgt alle 350 Ballone im Ruhrgebiet für die Aktion mit Gas.
Dieser Ballon steigt mitten im Seepark und erhält Gas aus der 1500. und damit letzten Flasche, die Air Liquide gefüllt hat. Die brachte der Hauptprojektsponsor gestern zusammen mit dem Spezialanhänger zu einem Treffen aller Akteure und Sponsoren im Seepark mit, wo auch die täglichen Programme vorgestellt wurden, die an den Schachtzeichen stattfinden.
So werden u. a. am Standort Achenbach IV (Colani-Ufo) Bilder und Gegenstände vom Bergbau gezeigt, dort wird auch ein Schachtfest gefeiert. Mehrere Vereine gestalten am Viktoria-Grubenwehrhaus ein Treffen mit Musik, Architekt Engelbert Schrammek zeigt Bilder von der Zeche.
Drei Ballone werden auch noch nach der Aktion in Lünen zu sehen sein, und zwar am Day of Song der Kulturhauptstadt, der am 6. Juni mit dem Musikfestival „Lippe(n)-Bekenntnisse” von 12 bis 23. Uhr gefeiert wird. Mechthild Nolden vom Kulturbüro kündigte an, dass bis in den Abend hinein rund 800 Sänger/-innen und Instrumentalisten im Einsatz sind. Das genaue Programm und die Aufführungsorte werden noch bekanntgegeben.
Das THW baut eine Ponton-Insel für Sänger auf der Lippe. Einen Probelauf auf einer zunächst kleineren Insel wird es schon am 15. Mai um 13 Uhr nahe der Kurt-Schumacher-Brücke geben.
10:34
@5 DeeraussenPott
Nun ist genau die Vorstellung der Emscherauen mit Wildpferden die Zielrichtung der Grünen mit Ihrer Blockadehaltung gegen alles Industrielle.
Ich habe auf der Homepage der BüSo ein Video gefunden, (nach unten scrollen) dass unter dem Titel Von Duisburg zum Mars eindrucksvoll die industrielle Vergangenheit, Gegenwart und wünschenswerter Zukunft darstellt.
http://www.bueso.de/
Ist mit 30 Min sicher lang, lohnt sich aber anzusehen.
22:02
Bergschäden gab es und gibt es , da braucht man nichts zu beschönigen , aber 2 Dinge müssen klar gestellt werden .
1) ist der Bergbau der einzige Industriezweig , der gesetzlich dazu verpflichtet ist , angerichteten Schaden zu entschädigen . Das macht er auch , auch wenn mancher meint , durch Bergschäden Millionär zu werden , und dann eines besseren belehrt wird .
2) Ohne Bergbau würde es im Ruhrgebiet wie vor 200 Jahre und in Deutschland wie kurz nach 1945 aussehen .In den Emscherauen würden Wildpferde -sofern nicht vom Mensch ausgerottet - grasen . Reichtum fällt nicht vom Himmel , der Ruhrpott mit seinen Industrien Bergbau,Kokereien und Stahlwerken hat das German Wirtschaftswunder erst möglich gemacht ,ansonsten wären nach dem Krieg die Lichter hier nicht mehr angegangen .Deshalb mal halblang , und die Füße ein wenig stillhalten .
21:33
Und nächstes Jahr lassen alle Hausbesitzer in
Lünen , welche in der Vergangenheit von Bergschäden betroffen waren, einen ROTEN Luftballon steigen - das wird erst ein richtiges
Ballonmeer geben.
Damit nicht vergessen wird welche Schäden der
Bergbau im Ruhrgebiet angerichtet hat.
Und in Zukunft weiter anrichten wird.
Stichworte Tagesbrüche und Ewigkeitskosten für die Wasserhaltung, ohne die auch weite Teile es Lüner Stadtgebiets unter Wasser stünden.
Darauf ein frohliches: Glückauf der Steiger Kommt gesungen...
19:55
Nee, vertippt haben kann er sich nicht, fällt uns gerade auf. Wie auch immer, Korrektur ist in Arbeit. Nochmal danke.
19:53
Oh, da haben wir wirklich etwas verwechselt. (Vielleicht hat der Kollege beim Tippen von IV ja auch nur das V vergessen). Das wird jedenfalls korrigiert. Wir danken für den Hinweis!
19:33
Ich glaube da haben sie was verwechselt wenn Sie schreiben:
-So werden u. a. am Standort Achenbach I nahe der Arbeitsloseninitiative Bilder und Gegenstände vom Bergbau gezeigt, am Colani-Ei wird ein Schachtfest gefeiert.-
Die Ausstellung ist unter dem Ufo in dem Gebäude, also auf Schacht IV. Siehe www.minister-achenbach.de