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Schlaumeierbowle und Einstein-Frühstück in der Kita

03.02.2012 | 18:08 Uhr
Schlaumeierbowle und Einstein-Frühstück in der Kita
Einstein von morgen: Der Kindergarten in der Aloys-Siegeroth-Straße ist jetzt „Haus der Forscher“. Ein Ort, an dem die Kinder schütteln, ausprobieren, umgießen.

Wethmar. Nascher Meyer hält die Flasche fest in seinen Händen. Er drückt die Handflächen daran, obenauf liegt eine Münze. „Die Flasche ist kalt, meine Hände sind warm“, erklärt er. „Die Wärme wird ins Glas geleitet, die Luft innen wird warm und steigt auf.“ Und dann? „hüpft das Geld hoch, weil die Luft von unten drückt.“ Nascher ist im Haus der Forscher, das eigentlich ein Kindergarten ist: Die Kita Aloys-Siegeroth-Straße ist von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ offiziell als ein solches ausgezeichnet worden. Die Urkunde geht bei dem Trubel aber unter: Für die Kinder zählt, was sie erleben, anfassen können. In der Tagesstätte verteilt stehen Sandkisten mit Mini-Holzrechen und Förmchen. In den „Laborraum“ dürfen sie ohne Erlaubnis, wann sie wollen. Mikroskope gibt es da, Magnete und Musikinstrumente – manchmal werden große Experimente gemacht. Hier ist auch die Lauge gemischt worden, für die „Seifenblasenparty“ – eine Seifenblasenmaschine am Eingang. Oder es wird mit Stefanie Züger erforscht, welche Fließkraft Wasser hat. Sie ist Erzieherin, mit Aufbaubildungsgang „Naturwissenschaft und Technik“. Die Zusatzqualifikation hat sie in ihrer Freizeit gemacht. Beim experimentieren lernt sie noch etwas dazu: „Zum Beispiel, wie schnell Wasser in Schuhe fließen kann“, erzählt Sabrina Neßler lachend. Sie ist stellvertretende Leiterin der Kita, lässt die Kinder sogar in den Waschraum. „Schütten, ausprobieren, umgießen, die Kinder sollen ausprobieren: Was verhält sich wie? Wechselklamotten sind ja da.“ Selbst Waschen müssen sie aber nicht.

Stromkreisläufe, Riesenmagnet, Mini-Klärwerk

Stefanie Züger sitzt derweil in der Sporthalle vor einem Mini-Klärwerk. Um sie herum schwimmende Watte, Riesenmagnet und kleine Stromkreisläufe, vor ihr ein Glas mit rotem Wasser.Die farbige Kreide in dem Wasser wird jetzt gefiltert: „Durch Sand, für die Grobstoffe, das Kies reinigt das Wasser, die Aktivkohle auch.“ Ein Kaffeefilter erledigt den Rest. „Wie in einem Klärwerk, nur dass da noch Bakterien mithelfen“ erklärt Züger. Dann verteilt sie „Forscherstempel“. Den kann sich Nascher auch holen, oder er nimmt die Schlaumeierbowle.

Julia Viktoria Neumann

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