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Jugend forscht

Rotkohlrot und gesunde Schokolade

16.02.2010 | 16:49 Uhr
Rotkohlrot und gesunde Schokolade

Altlünen. Wenn sich Siebt- und Achtklässler fachmännisch mit chemischen Abläufen und Experimenten auseinandersetzen, dann ist das schon eine tolle Sache. Wenn sie damit noch interessante Ergebnisse erzielen, dann ist das sogar eine Auszeichnung wert.

Diese Erfahrung machten acht Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Altlünen, die mit ihren Projekten in den Kategorien Chemie und Physik das Siegertreppchen des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht” bestiegen.

Seit der Anmeldezeit im November hatten sich die zwei Dreiergruppen und die Zweiergruppe vorbereitet. Bevor es an Reagenzglas, Schutzbrille und andere Utensilien ging, musste ein Thema gefunden werden, so die betreuende Lehrerin Judith Höing. „Das war am schwersten. Die Kinder waren so motiviert, dass sie gleich etwas ganz neu erfinden wollten.”

Heraus kam dabei einiges: Chantal Kuck, Antonia Mariß und Katharina Grunenberg färbten Wolle mit selbst hergestellten Biofarben, die sie unter anderem dem heimischen Rotkohl entzogen. Lina Bartel und Lena Bujak stießen mit ihrer Vitamin C-Schokolade laut Jury sogar auf eine Marktlücke. Durch das Winterwetter seien sie darauf gekommen, so die Mädchen, die wie ihre Mitschülerinnen mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurden.

Auch die Jungs, die für das Gymnasium Altlünen an den Start gingen, wurden für ihre Leistung in Bereich Physik ausgezeichnet. Mit dem Nachbau einer Solarzelle machten sich Simon Martin, Jonas Coffler und Paul Eirund auf die Spur von Energiefressern. Doch auch Gewinner müssen sich während der Vorbereitung mit Rückschlägen auseinandersetzen, weiß Simon: „Wir haben vier Wochen auf einen Thermogenerator gewartet. Als der dann ankam, war er kaputt, sodass wir ihn nicht in unseren Vortrag einbauen konnten.” Ohne Unterstützung der Lehrerin mussten die Schüler der Jury ihre Projekte anhand von Versuchen vorführen. „Wir haben ganze Dialoge auswendig gelernt, damit wir nichts vergessen”, berichtet Lena.

Doch nicht nur die Schüler gingen erfolgreich aus dem Wettbewerb. Auch die Schule wurde für ihr wettbewerbsinternes Engagement mit 1000 Euro gewürdigt. An weiterer Stelle erhielt Judith Höing die Auszeichnung als beste Gruppenleitung. „Es ist schön im Nachhinein, so eine positive Rückmeldung auf seine Arbeit zu bekommen”, sagt die junge Lehrerin. „Außerdem ist es toll, dass die Schüler so bei der Sache sind. Für den nächsten Wettbewerb haben sich jetzt schon die ersten angemeldet.”

Julia Katharina Kirstein

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