Protest gegen Stromleitung: Frist läuft
27.02.2009 | 18:32 Uhr 2009-02-27T18:32:19+0100Lünen/Waltrop. ...
... (jw) Mit dem Interkommunalen Heimleuchten am morgigen Sonntag protestieren die Demon-stranten am Datteln-Hamm-Kanal gegen Kraftwerksbau - und damit auch gegen die geplante Hochspannungsfreileitung durch die Waltroper Rieselfelder.
Gestern endete die Auslegungfrist für die Unterlagen zu dem Neubauprojekt. Einen Monat lang lagen Zeichnungen und Erläuterungen im Technischen Rathaus zur Einsicht aus. Diese Möglichkeit nutzten nach Auskunft von Andrea Rottmann von der Abteilung Stadtplanung "regelmäßig interessierte Bürger". Auch einzelne Stellungnahmen zu dem Thema seien abgegeben worden. "Die Verwaltung leitet sie an die Bezirksregierung Münster weiter, die das Verfahren führt", so Andrea Rottmann. Die Frist für Einwendungen läuft noch weitere vier Wochen bis zum 25. März. In Münster werden die Schriftstücke dann ausgewertet. Dazu zählen auch die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange - darunter die Stadt Lünen. "Daran wird hier im Moment gearbeitet", so die Auskunft Rottmanns. Die Münsteraner Bezirksregierung werde entscheiden, ob es einen Erörterungstermin zu dem Projekt gibt.
Es geht dabei um eine 380-Kilovolt-Hochspannungsfreileitung zur Netzanbindung des Trianel-Kohlekraftwerks, das im Stummhafen gebaut wird, und des geplanten Kohlekraftwerks der Evonik Steag GmbH in Lünen. Für das Vorhaben muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Den Bauantrag hat die Netzleitung Lünen GmbH mit Firmensitz in Essen gestellt.
Mit Fackeln statten die Kraftwerksgegner am Sonntag die Teilnehmer der Demonstration am Datteln-Hamm-Kanal aus. Initiativen, Vereine und politische Gruppen aus Lünen, Waltrop und Datteln haben sich zum Protest zusammengeschlossen. Das Interkommunale Heimleuchten, zu dem auch Jürgen Lembke, Superintendent für Lünen, aufruft, beginnt um 17 Uhr an der Kanalbrücke Im Knäppen/Lünener Straße. Das Straßenstück Im Knäppen wird dafür von der Polizei für den Straßenverkehr gesperrt. Nach Ansprachen gegen 18 Uhr sollen um 18.30 Uhr die Fackeln entzündet werden.
10:57
@Alois_Eugen
Nein, er kann mich leider nicht treffen - ich komme gar nicht aus Lünen (sondern Rechlinghausen) und demnach ist das Kraftwerk mir dort auch völlig egal.
Ich wehre mich nur gegen Leute wie Sie, die von zweitklassigen Internetquellen jeden Blödsinn zitieren (ja, Nachschichten müssen schon langweilig sein) und selbst (nachweislich in einem älteren Kommentar) noch nicht mal den einfachsten Sachverhalt verstehen, wie der Strom in die Steckdose kommt. Wenn Sie wollen können wir den alten Kommentar gerne nochmal rauskramen und so Ihre Inkompetenz unterlegen.
13:53
@ette
Schon mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass ich in meinem Job Nachtschicht habe, dort natürlich Zugang zum Internet habe und in beruflichen Verweilzeiten mehr als Ausgeschlaften nicht nur die Welt beobachte, sondern Leute wie Sie, in der die Welt offensichtlich nur von 8 - 18 Uhr stattfindet, mal etwas über deren Horizont hinaus aufzeige.
Natürlich gibt es Zeitgenossen, die wie Sie mit Ihrem Horizont zufrieden sind. Hauptsache sie selbst können ohne Probleme leben, die Anderen sind ihnen egal. Und wenn dann noch etwas Langeweile aufkommt, anderen in beleidigenden und völlig unsachlichen Kommentaren sein Vorhandensein in dieser Welt aufzuzeigen.
Machen Sie weiter so, Sie dürfen das. Sie sind sogar sehr wichtig in unserer Gesellschaft, denn nur so hat man auch als unbeteiligter Dritter den direkten Vergleich zwischen sachlicher Argumentation und polemisch-proletarischer Denkweise.
In dem Sinne .... bis zum nächsten Mal.
12:18
#Alois
jetzt bleib mal auf dem Teppich; aber wer schon morgens zwischen 4 und 5 im Internet Märchen erzählen kann, zudem noch mit derart geschliffener Rhetorik (in der Sache aber falsch) sowie stets betont distinguierter Ausdrucksweise, die am Ende zuweilen doch von verbaler Inkontinenz gekrönt wird, zu dem kann einem schon mal etwas bezüglich seiner Ausgeschlafenheit einfallen.
15:16
@ Ette
Können Sie außer Beleidigungen und Falschbehauptungen auch noch etwas zur Sache selbst beitragen?
Mit Kommentaren dieser Art begeben sie sich auf eine Ebene, die ich als Kritiker der ganzen Aktion nicht mal den Verantwortlichen der ganzen Aktion zuschreibe. Sollten Sie also dazugehören, tragen Sie selbst mit diesem Verhalten zur Verunglimpfung einer Gemeinschaft bei, die nichts anderes als ihre demokratischen Rechte ausübt.
Ich stelle zunächst stelle, dass Sie zum wiederholten Male Dinge behaupten, die ich nicht geschrieben habe.
Zumindest ist damals bei der Abstimmung über den Bau in den politischen Gremien eine überwältigende Mehrheit inkl. der Grünen dafür gewesen und wenn sich mind. 98 Prozent der Bürger bisher ruhig verhalten haben, heißt das noch lange nicht, dass diese auch alle dafür oder alle dagegen sind, sondern macht wohl eher deutlich, dass sie mit den Entscheidungen der gewählten Vertreter einverstanden sind.
Im Übrigen habe ich volles Verständnis dafür, dass Anwohner aus der unmittelbaren Nachbarschaft protestieren. Das ergibt sich allein schon aus der Tatsache, dass der Wert es eigenen Anwesens durch so ein Kraftwerk gemindert wird.
Das ist durchaus legitim und ist durch das Recht von Minderheiten in unserer Demokratie festgeschrieben.
Nur, es ist und bleibt eine Minderheit, deren Priorität eben nicht auf das Allgemeinwohl, sondern auf das Eigenwohl gerichtet ist.
Das diese Minderheit sich der Unterstützung von Gruppen wie die Grünen oder Greenpeace bedienen, ist auch noch verständlich, hat aber zur Folge, dass gerade diese Gruppen sich durch ihr eigenes Vehalten so was von angreifbar gemacht haben und unglaubwürdig sind, dass sie den Interessen eigentlich mehr schaden als nützen.
Zu guter Letzt noch der Hinweis. Vielleicht treffen Sie Morgen ja h.horst. Dann grüßen Sie ihn von mir und schmeißen vielleicht ja mit ihm gemeinsam eine Bratwurst in meinem Namen in den Kanal.
09:30
Alois!
Dass du an Schlafstörungen leidest, ist ja unschwer zu erkennen, aber schreib bitte nicht so einen Schwachsinn, mit dem du andeuten willst, dass fast ganz Lünen für das Kraftwerk ist.
05:02
Das bei der gewählten Überschrift des Artikels und der Berichterstattung zur vorgeschriebenen Prozedur der Auslegungspflicht im Zusammenhang mit der Genehmigung dieses Projektes gleichzeitig noch einmal ein detaillierter Hinweis auf eine geplante Aktion von Kraftwerksgegnern veröffentlicht wird, ist grundsätzlich nicht zu kritisieren.
Vergessen, so nenne ich es mal vorsichtig, wurde aber im Rahmen einer ausgeglichenen Berichterstattung, dass nicht nur die Lüner Jusos dazu aufgerufen haben, an dieser Veranstaltung nicht teilzunehmen, sondern sich auch mindestens 98 Prozent der Lüner Bevölkerung der Stimme dazu bisher enthalten haben.
Aber solange die Medienpräsenz der Protestler weiterhin im reziproken Verhältnis zu ihrer politischen Macht steht, ist dieser Fehler sicher verzeihlich.