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Protest gegen Kraftwerke flackert auf

01.03.2009 | 22:42 Uhr
Protest gegen Kraftwerke flackert auf

Protest gegen den Bau von Kohlekraftwerken flackerte gestern am Datteln-Hamm-Kanal zwischen Lünen und Waltrop auf. Weit zogen sich beim 1. Interkommunalen Heimleuchten die Lichtbänder an den Ufern von der Brücke Im Knäppen Richtung Datteln und bis zur Baustelle für das Lüner Trianel-Projekt.

Fackeln hatten die Veranstalter (die Lüner Bürgerinitiativen Stoppt den Landschaftsfraß und Kontra Kohle Kraftwerk sowie die Grüne Liste Waltrop) gegen Spenden verteilt. Aber auch selbst mitgebrachte Kerzen, Boots- und sogar eine Grubenlampe entzündeten die Demonstranten, und die Jüngsten schwenkten ihre Martinslaternen.

Auf 800 schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer, die Organisatoren sprachen von über 1 000 - so viele Fackeln seien alleine verteilt worden. Beim Heimleuchten im Mühlenbachtal im Oktober 2007 hatten zwischen 1 800 und 2 000 Menschen gegen Umweltzerstörung und für den Klimaschutz demonstriert. Thomas Matthe´e, Vorsitzender der Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk, wertete aber auch die gestrige Aktion als „Riesenerfolg”. Hocherfreut zeigte er sich von „der Solidarität, die sich deutlich zeigt, wenn Leute aus Dortmund, Selm, Werne, Borken, Castrop-Rauxel, Marl, Dorsten, Duisburg, Krefeld-Uerdingen, Dörpen/Emsland und vielen anderen Orten mit uns gegen den Kraftwerkswildwuchs kämpfen”. Mit Oliver Danne von der Bürgerinitiative Stoppt den Landschaftsfraß verdeutlichte er zu Beginn des Heimleuchtens in einer Ansprache ,,dass zwischen Hamm und Marl sechs Kohlekraftwerke in Betrieb sind und sechs weitere im Bau”. Dr. Karl Kluge von der Lüner Ärzteinitiative warnte vor „neuen Mammutbauwerken und ihren Folgen für die Gesundheit unserer Kinder”. Der BUND forderte ein Neubauverbot für Kohlekraftwerke.

Auf der Kanalbrücke durfte nicht heimgeleuchtet werden, weil die Polizei herabfallende Fackeln fürchtete und Gefahr für die Schiffe auf dem Wasserweg sah. Die Beamten vom Polizeipräsidium Recklinghausen hatten den Bereich für den Straßenverkehr gesperrt. Die Veranstalter und ihre Unterstützer aus weiteren 13 Vereinen, Initiativen und politischen Gruppen aus Lünen, Waltrop und Datteln konnten deshalb auf der Brücke eine Demo-Meile mit Info-Ständen, Bühnenwagen, Grillbuden und Getränkepavillons aufbauen. Das Duo Comfort aus Bochum mit Sängerin Mirjam Rudolph und Pianist Wolfgang Funke beteiligte sich, vermittelt durch die Grüne Liste Waltrop, mit Jazz an der friedlichen Protestveranstaltung. Der Besitzer eines nahe gelegenen Waltroper Campingplatzes stellte seine Toilettenanlagen zur Verfügung. Die Veranstalter hatten einen Zubringer mit Planwagen und Trecker organisiert.

Der Dank der Initiatoren ging an „Cheforganisator” Michael Krippes von der BI gegen Landschaftsfraß für „seinen unermüdlichen Einsatz”.

Schon vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn schlenderten die ersten Interessierten hin und her. Zu Fuß, mit Fahrrädern, Autos und als organisierte Busgruppe reisten Menschen aller Altersgruppen an. Ein belgisches Fernsehteam war aus Brüssel gekommen, um bei der Demo zu filmen. Für den französischsprachigen Sender rtbf werde vor dem Hintergrund eines möglichen Atomausstiegs eine Dokumentation zum Thema Kohlekraftwerke gedreht, erzählte ein Crewmitglied.

Über dem Geschehen schwebten das Ultraleichtflugzeug eines Kraftwerksgegners, der den leuchtenden Protest filmen ließ, und in einiger Entfernung ein Licht in 113 Metern Höhe - die Signallampe auf dem Treppenturm des Trianel-Kraftwerks.

Jutta Wieloch

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Kommentare
03.03.2009
21:35
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von gegendasKKW | #19

Es ist soweit alles gesagt.

Ich halte Ärzte, die sich hier in dieser Art (was sie nur tun, wenn sie auch treffliche Gründe dafür sehen...)engagieren, für weitaus kompetenter in dieser Thematik wie Menschen, die Anwohner aus irgendwelchen Eigenintressen solche Dreckschleudern gutreden möchten.

Und genauso habe ich Ihnen gesagt, das Ihr Wohl eben nicht das Allgemeinwohl darstellt. Allgemeinwohl heisst in diesem Fall auch, spärlicher besiedelte Regionen im südlichen Raum nicht aus politischen Interessen auszusparen und Schadstoffemissionsquellen ausschliesslich in dicht bewohnte Gebiete zu stopfen. Das hat nicht das allergeringste mit allgemeinwohl zu schaffen sondern ist einfach nur unverantwortlich.
Und ein WWF Gutachten mit den bekanten Aussagen zu gemessenen Schwermetallen und Giften hat sicher mehr Objektivitätsgehalt, als die fadenscheinigen Thesen von beeinflussten Schönrednern hier.

03.03.2009
20:13
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von Alois_Egon | #18

@gegendasKKW
Sie müssen mir jetzt nur noch erklären, dass Ärzte darin ausgebildet sind, geophysikalische Gründe für Krankheiten zu diagnostizieren. Ärzte sind ausgebildet in der Diagnose und Behandlung von Krankheiten und können zu den Gründen nur Vermutungen äußern. Die wissenschaftlich empirische Untersuchung liegt ja wohl in anderen Händen. Hier wird also nicht die Qualifikation der Ärzte als Ärzte in Frage gestellt, nur deren Behauptungen zu den Ursachen. Dabei kann es sich allenfalls um Vermutungen handeln.
Die von Ihnen verlinkte Seite ist mir seit langem bekannt. Ich beschäftige mich mit diesen Gruppen schon ein wenig länger. Dazu kann ich nur sagen: Wenn ich mich objektiv über eine Religion informieren will, darf ich dazu nicht ausschließlich die Bibel dieser Religion lesen. Was ich außerhalb dieser Bibel in Erfahrung bringen konnte, reicht aus, um deren Aussagen in Frage zu stellen.
Zu Ihren Gründen habe ich mich mehrfach geäußert und dafür Verständnis gezeigt. Aber genauso muss ich wiederholen, dass Allgemeinwohl vor Einzelwohl geht.

03.03.2009
16:50
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von gegendasKKW | #17

Ärzten, die man sonst als Götter in weiß betitelt, dermaßen die Fachkenntnis abzusprechen, halte ich persönlich für absurd.

Und Ihnen, werter Herr Alois_Egon, glaube ich nach Ihren Ausführuingen genausowenig, wie Ihren Fachkollgium vom Rat der Triangelaner.
;-) -- Vor allem nicht, das Sie kein persönliches Interesse am Kraftwerkstandort Lünen haben.

Denn die sogenannten Trittbrettfahrer haben das gleiche Problem wie unsereins mit der eigenwilligen Auslegung mancherleuts in Bezug auf den Begriff Allgemeinwohl.
Und Bayern spielt in dieser Liga zum Beispiel nicht mit.
Aber ausgelegt haben manche Leute jetzt genug.

Es wird ja nicht nur ignoriert, was die Ärzteverbunde sagen, die sich im übrigen nicht wegen etwas unsterilität zusammenfinden. Wer das glaubt, so es weiter tun.

Auf meinem Ratschlag, einmal in das Gutachten der WWF - Organisation hineinzuschauen, können Sie ganz speziell an dieser Stelle nicht gefolgt sein.
Dann würden Sie nämlich nicht solch einen hanebüchenen Unsinn von Sterilität von sich geben.
Quecksilber und Dioxine für unsee KInder.
Ich könnte noch etwas mehr vom Schadstoffgehalt aus unseren Filtern hier aufzählen und da macht es dann doch irgendwann die Masse !und ! die Vielfalt.
Der Kinderlunge ists egal, ob das Kupfer nun aus dem Kupferkraftwerk, das Cadmium und das Blei sowie Quecksilber aus den 4 Kraftwerken und das Arsen aus den 5 Verbrennungsöfen ihren Weg in sie hinein findet.

Und DAS sind gewichtige Gründe für uns Lünener, zu sagen NEIN zu einem weiteren Kraftwerk.
Und das zu unserem Allegeminwohl, Allgemeinwohlbefinden und für unsere gesundheitliche Grundstruktur. Auch, wenn Interessenten des eigenen Geldbeutels lieber diese Interessen für ihr ganz persönliches kleineres Allgemeinwohl ignorieren würden und darum alles um dieses Ziel herum herunter zu spielen versuchen. ( -was dem im Wege stehen könnte....)

03.03.2009
10:08
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von Alois_Egon | #16

@gegendasKKW
In Bezug auf die Schwermetalle gibt es eine TA Luft und in Bezug auf den Bau des Kraftwerks gibt es Gutachten, die das gesamte Projekt nach der Methode Vorhandene Belastung und erwartete zusätzliche Belastung bewertet. Dieser Wert wird mit den zulässigen Höchstwerten, die ja meistens mindestens um den Faktor 10 unter der für Menschen schädigenden Grenze liegt, verglichen.
Danach sind alle enthaltene Schwermetalle als irrelevante Zusatzbelastung eingestuft.
Wenn ich also in meinem Beitrag das Wort irrelevant nicht benutzt habe, hole ich das gern hiermit nach.
Wenn Sie in diesem Zusammenhang von Verschleierung oder Verfälschung reden, sollten Sie dies auch beweisen können, ansonsten wird dadurch stark der Eindruck einer zweckorientierten Spekulation vermittelt.
Was die Anzahl der Teilnehmer angeht, geht die Polizei von 800 Personen aus. Dies ist auch sehr gut durch die verfügbaren Bilder zu belegen. Teilt man so eine Übersichtsaufnahme am PC mal in eine Matrix von 10 x 10 Felder auf, zählt die Personen in einem Feld und multipliziert dies dann mit 100, kommt man den Polizeiangaben schon recht nahe.
Was die Ärzte angeht, sollte doch gerade dieser Personenkreis wissen, das es eine sterile Umwelt nicht gibt und für den Menschen mit seinem Immunsystem auch nicht notwendig ist. Sich in der Argumentation auf Statistiken zu verlassen, ist höchst fragwürdig. Denn den statistischen deutschen Durchschnittsbürger, der jedes Jahr 143 Liter Bier trinkt, dabei 154 Liter Milch, 37 KG Kartoffeln etc., den gibt es in der Realität nicht. Den festgestellten gestiegenen Erkrankungen sollte man natürlich auf den Grund gehen. Dies aber einseitig auf eine Belastung durch Emissionen zurückzuführen, ist fachlich mehr als oberflächig. Da wäre es Aufgabe der Politik, entsprechende Projekte zur Untersuchung und Aufklärung zu starten und auf deren Basis dann bei Bedarf die zulässigen Höchstwerte zu verändern. Solange ist es aber richtig ist, die Größenordnungen der Belastung genauestens zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass die annerkannten Größenordnungen nicht überschritten werden. Dies ist auch in Bezug auf das Kraftwerk in Lünen erfolgt. Ob dabei alles rechtmäßig zugegangen ist, werden mögliche Klagen zeigen und dann notfalls auch entsprechend korrigiert werden müssen.
Insgesamt wundert es mich in der ganzen Diskussion schon, dass dort das eigentliche, und für jeden betroffenen Bürger auch wichtigste Argument, nämlich dieses Kraftwerk nicht vor der eingen Tür zu haben, nur sehr selten zur Sprache kommt. Da weicht man nur zu gerne auf völlig andere Themen aus. Geben Sie es doch einfach zu. Mich würde es doch auch stören, und auch ich würde wohl mit allen Möglichkeiten versuchen, um dagegen anzugehen. Trotzdem bleibt als Motiv doch immer mein eigener egiostischer Wunsch. Allgemeinwohl steht da hinten an. Jeder ist sich selbst der nächste. Oder ist es etwa nicht so?

03.03.2009
06:57
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von gegendasKKW | #15

Ist es denn wichtig, wer Alois _ egon namentlich ist?
Der Inhalt seiner Worte ist es, den ich bezeichnend finde.

Auf der Trianelhomepage heisst es unter Punkt Schwermetalle: <Alle Grenzwerte der Schwermetallemissionen werden eingehalten. (Bedeutet nicht, das sich in irgendeiner Form an derzeit bestehende Belastungen orientiert wurde, die von Lünen verschleiert bzw. verfälscht wurden und Gegenstand der anstehenden Gerichtsverhandlung sind..)

In seiner Antwort hingegen: Mit dem Bau des Kohlekraftwerkes ist keinerlei Emmision von Schwermetallen verbunden.

Weiter sagt er, es sei uninteressant, ob das Kraftwerk hier hin gebaut werde oder nicht. Aber mit der Wärmerückfürung kennt er sich bestens aus...


Der BUND war bei der Veranstaltung mit involviert und er spricht auf seiner Seite ebenfalls von 2000 Leuten. Ich selbst war dabei und widerspreche hier Alois Aussage. Hier wurde deutlich, das ein großer Anteil der Leute dieses Kraftwerk nicht wünscht.
Man sieht es auch am Bildband, das diese Masse nicht zu übersehen war und nicht ungehört geblieben ist.

Auch wenn das manchen hier im Internet net in den Kram passt.



Und wer sich mal weiter realistisch mit dem Thema Schwermetalle und sonstige Giftemissionen bei Steinkohlekraftwerken auseinandersetzen möchte, empfehle ich ein Gutachten des WWF. Einfach mal googlen.
Dann erkennt man, wie sauber unsere Luft in Lünen doch sein muss, wenn solche Kraftwerksboliden noch ökologischen Raum finden. Auch im Saarland hat sich eine Ärzteinitiative gegen den dortigen Kraftwerksbau gegründet und spricht nicht von Nullemissionen oder vergleichbarem..
Nur: Warum geht ihr dann überhaupt noch zu Ärzten, wenn ihr selbst denen ihre Alarmwarnungen nicht glaubt.
Da empfehle ich doch in naher Zukunft eine Freilufttherapie mit dem Zinken über dem Kraftwerksschlot......

gegendasKKW inLünen ;-)

02.03.2009
15:24
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von Alois_Egon | #14

@Domsalla
Aus meinen Kommentaren können Sie sehr gut ersehen, dass mir sowohl das Kraftwerk in Lünen wie auch Trianel ziemlich egal sind. Ich weiß nicht, wie oft ich noch schreiben muss, dass es mir um die Machenschaften Ihrer Trittbrettfahrer geht.
Mein Name hat dabei keinerlei Bedeutung.
Ansonsten siehe Lünenweb.

02.03.2009
15:07
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von Domsalla | #13

Folgen Fragen sind noch offen:
Lieber Alois Egon, wir heißen Sie denn? Warum geben Sie ihren Namen nicht bekannt? Haben Sie was zu verbergen? Werden Sie wohlmöglich von Trianel bezahlt?

Meinen Namen wissen Sie schließlich auch und ich möchte wissen, wer hahinter steckt.

Da ich keinerlei Antworten bekommen - gehe ich davon aus, dass es von um Provikation geht..

02.03.2009
14:50
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von Alois_Egon | #12

@Domsalla
HAbe ich Ihnen auf Lünenweb schon gegeben, tue ich hier aber gern noch einmal.
Sehr geehrte Dolly, sehr geehrter Domsalla, nach meinen Informationen soll das Kraftwerk so gebaut werden, dass die Kraft-Wärme-Kopplung nachgerüstet werden kann, wenn die Technik entsprechend ausgereift ist.
Und Gemeinwohl ist das Wohl der gesamten Bundesrepublik Deutschland und Einzelwohl ist das Wohl der betroffenen Bürger.
Und was die erhöhten Luftbelastungen angeht, sollten Sie mal einen objektiven Maßstab ansetzen. Wir reden hier über Größenordungen, die um den Faktor 100 kleiner sind als das, was für Menschen schädlich ist. Und in einer klinisch reinen Welt kann man nun mal nicht leben.
Ich wiederhole mich gerne noch einmal. Ich kritisiere nicht Ihren Protest, der für Sie als betroffener Bürger möglicherweise auch große fianzielle Nachteile hat, denn die Grundstücke in der näheren Umgebung werden natürlich an Wert verlieren. Ich kritisiere Ihre Trittbrettfahrer, die allen Bundesbürgern und eben auch mir das Geld für nichts und wieder nichts aus der Tasche ziehen.
Damit haben Sie auch gleichzeitig das einzige Motiv für mein Handeln und das ist doch wohl mindestens so stark wie das Ihre - oder?

02.03.2009
14:48
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von Domsalla | #11

@Alois_Egon
Die Fragen bei bei luenenweb sind auch nicht beantwortet worden! Gibt es da was zu verbergen?

02.03.2009
14:41
Protest gegen Kraftwerke flackert auf
von Domsalla | #10

@Alois_Egon

Ich warte noch auf die Antworten meinen Fragen!

Woher haben Sie denn auf einmal die Information, dass in Lünen das Trianel Kraftwerk noch mit Kraftwärmekoppelung ausgerüstet werden soll !!


Lieber unbekannter Alois_Egon wer sind Sie eigenlich? Von Trianel bezahlt oder gekauft?

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