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Fusion aller katholischen...

Nur noch ein Pastoralverbund ab 2013

20.04.2008 | 17:02 Uhr

Die Konzentration der katholischen Kirchengemeinden in Lünen wird fortgesetzt. In mehreren Schritten werden alle Gemeinden und Pastoralverbünde, die dem Erzbistum Paderborn angegliedert sind, zu einem einzigen Verbund zusammengeführt.

Derzeit existieren drei Pastoralverbünde, die davon betroffen sein werden: Der in Lünen-Mitte mit Herz-Jesu und St. Joseph, der im Lüner Süden mit den Pfarreien Horstmar, Beckinghausen und Lünen-Süd sowie der Pastoralverbund Brambauer mit Herz-Jesu und St. Barbara. Ausgelöst auch durch den Wechsel von Pfarrer Winfried Holtgreve (Leiter des Pastoralverbundes Lünen-Südost) nach Hamm, der für Juni geplant ist, und durch die Pensionierung von Pfarrer Horst Feil (Leiter des Pastoralverbundes Lünen-Mitte) soll nun ein einziger großer Verbund gebildet werden. Dies wird in drei Stufen geschehen. Zum 1. Juni des laufenden Jahres - zum Weggang von Pfarrer Holtgreve also - erhält der Pastoralverbund Südost keinen neuen Pfarrer mehr. Stattdessen wird mit Mark Stücker für fünf Jahre befristet ein Pfarradministrator eingesetzt. Stücker ist derzeit Vikar in Hagen. Bereits im Jahr 2009, nach der Pensionierung von Pfarrer Feil, werden Lünen-Mitte und Brambauer zu einem Pastoralverbund mit etwa 12 000 Mitgliedern vereint. Die Leitung übernimmt Pfarrer Ralf Hubert Bronstert (Bild), der derzeit in Brambauer tätig ist. Der letzte Schritt folgt 2013, dann wird auch Lünen-Südost dem Pastoralverbund hinzugefügt, dem dann nach derzeitigem Stand 20 000 Menschen angehören werden.  Von der Fusion nicht betroffen sind die katholischen Gemeinden nördlich der Lippe, die dem Bistum Münster angehören. Dazu gehören St. Marien, St. Norbert, St. Gottfried und St. Ludger. Die Fusion wurde angeordnet vom Erzbischof Hans-Josef Becker und vor einer Woche durch Generalvikar Thomas Dornseifer den betroffenen Gemeinden mitgeteilt.  Begründet wurde dieser Schritt mit der demografischen Entwicklung und den Veränderungen der Mitgliedszahlen der katholischen Kirche. Schon die bisherigen Fusionen waren aus diesem Grund angestrebt worden, die Entwicklung schreite aber drastischer voran, als erwartet, erklärte gestern Pfarrer Ralf Hubert Bronstert.  Die Zahl aktiver Priester sinke darüber hinaus weiter. „Nun gilt es für uns, die Zukunft zu gestalten, jetzt schon in den Gremien die Fusionierung vorzubereiten und Wege der Annäherung der Gemeinden zu suchen und zu gehen”, so Bronstert.

Oliver Schlappat

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