Neuordnung der Kunst im öffentlichen Raum
23.02.2012 | 15:29 Uhr 2012-02-23T15:29:00+0100
Lünen.Auch wenn das Stadtbad längt abgerissen ist, soll das Sgraffito von Günter Strupp bald wieder auftauchen. Seit wenigen Tagen liegt der Stadt nun das Verwertungsrecht für die Motive im „Fischgewimmel“ vor. Das macht den Weg für das Stadtmarketing frei – und ein Wiedersehen auf Tassen oder Bildern möglich.
Fast zwei Jahre wurde darüber gestritten, wie der 58 Jahre alte Kratzdruck erhalten werden kann. Letztlich scheiterte es an rechtlichen Fragen und der Zusage der Familie. So konnte das Werk lediglich als Fotodokumentation gerettet werden. Noch sind die Bilder im Stadtarchiv untergetaucht. Schon bald soll entschieden werden, wie es damit weiter geht. Auch andere Kunstwerke Lünens haben einen Wandel erlebt. Zum Beispiel die Heimkehrerkerze. Unter der Federführung des Stadtverbandes für Heimatpflege und der Mithilfe der Lehrwerkstatt von Aurubis und der Arbeitsloseninitiative hat sie einen neuen Farbanstrich erhalten. Aus der heruntergekommenen Statue am Bahnhof ist wieder ein Hingucker geworden.
Horst Störmer, der Vorsitzende des Stadtverbandes, will die Kerze am Mittwoch, 4. April, ab 15 Uhr der Öffentlichkeit vorstellen.
Öffentlich zugänglich soll bald auch wieder der Eichhornbrunnen sein. Der Bauverein hat zugesichert, das Werk von Andreas Eichhorn am Bahnhof, vor der AWO-Einrichtung „Zur gemütlichen Schranke“ bis Ende März aufzustellen.
Wie es mit den „Tanzenden Kindern“ von Hermann Nüdling und der Frescomalerei von Amez und Brochard an der Fassade der Heinrich-Bußmannschule weitergeht, soll noch entschieden werden. Da eine Wärmedämmung der Gebäudewand her muss, wollen ZGL, Stadtverwaltung und Kulturausschuss noch vor den Osterferien eine Lösung finden.
Eine Idee wäre, dass die französischen Künstler Amez und Brochard ein neues Werk an der Schule schaffen. Zumindest das Werk von Hermann Nüdling soll jedoch erhalten werden, hierfür werden aber noch technische Möglickeiten gesucht.
Die Stele Altlünen soll Teil des Skulpturenpfades entlang der Lippe werden. Gleiches gilt für Figuren, die nach der Umgestaltung im Tobiaspark keinen Platz mehr haben.
Die Figurenwand vor der ehemaligen VHS wird an dem namenlosen Platz am Rathaus aufgestellt.
0mitdiskutieren