Neuer König heißt Franz Schürk
10.07.2011 | 18:33 Uhr 2011-07-10T18:33:00+0200
Lünen.Der Schützenverein Lünen 1332 hat seit gestern einen neuen König: In einem spannenden Finale mit drei Aspiranten brachte Franz Schürk nach rund 4,5 Stunden den Vogel am frühen Abend zu Fall. Dabei setzte sich Schürk nicht nur gegen seinen Schützenbruder Jörg Kostrzewa, sonder auch gegen seine Ehefrau Margret durch.
Der neue König gehört der fünften Kompanie an und war bis jetzt als stellvertretender Geschäftsführer tätig. Schürk löst damit den bisherigen König Jochen Clewing ab, der den Schützenverein in seiner zweijährigen Amtszeit gut representiert habe, so der stellvertretende Oberst Jürgen Weller. „Jochen und seine Königin, Siggi I, waren immer mit Spaß bei der Sache. Sie sind Schützen durch und durch.“
Mitgliederehrungen und Beförderungen
Mit rund 150 Schützenbrüdern und -schwestern war der Verein am Morgen auf dem Marktplatz angetreten. Begleitet durch den Trommelkorps „Gut Klang“ 1919 e.V. Kirchlinde ging es zur feierlichen Kranzniederlegung am Ehrenmahl am alten Sparkassengebäude. Von da aus marschierten sie zurück zum Marktplatz. Bevor es dem Vogel an den Kragen ging, wurden einige der Schützenbrüder geehrt und befördert. Die Verdienstnadel erhielten Gisela Kötz, Waltraut Schidlowski, Diana Clewing, Barbara Klein-Schroller, Elke Kostrzewa und Martina Weller. Ehrennadeln gab es für Klaus Potthoff, Sieglinde Clewing und Paul Langnickel. Sebastian Gössing, Manfred Anderwalt und Klaus Kortenbruck wurden durch Oberst Wilhelm Blomenkemper zum Leutnant befördert. Oberleutnant dürfen sich seit gestern Gerd Wichmann, Uwe Borchert und Margret Schürk nennen. Zum Hauptmann wurden Jörg Kostrzewa und Petra Langmann ernannt.
Bei geselliger Atmosphäre verfolgten nicht nur die Schützen, sondern auch einige Zuschauer, den Angriff auf den Vogel. Nach 60 Schüssen fiel durch Giesbert Gössing die Krone. Mit 172 Schüssen holte Siggi Klewing den Apfel herunter. Das Zepter fiel nach 252 Schüssen durch Gerd Wichmann. Nach 312 Schüssen holte Uli Lagemann den linken Flügel herunter, der rechte viel durch Dirk Bergmann nach 407 Schüssen.
Ein Zwischenfall am Nachmittag trübte die gute Stimmung kurzzeitig, ging aber glimpflich aus. Einer der Grünröcke verletzte sich durch einen Schuss selber an der Schulter. Das Krankenhaus, in den ihn seine Schützenbrüder brachten, konnte er, laut Pressewart Klaus Schlottke, nach kurzer Zeit wieder verlassen.
Am kommenden Wochenende geht das Festprogramm der Lüner Grünröcke weiter. Ein Höhepunkt wird der Königsball am Samstagabend sein. Die Schützen Lünen 1332 freuen sich auf ein rauschendes Fest mit den Bürgern der Lippestadt.
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