Neue Hilfe von den Alten
29.07.2007 | 01:26 Uhr 2007-07-29T01:26:10+0200Lünen. Der Anstieg zum ersten "Generationsgipfel" mit den Vorständen der Jungsozialisten und der AG 60plus, die sich gegenseitig unterstützen und Gemeinsamkeiten durchsetzen wollen, war mühsam. Erst einmal musste eine Klagemauer überwunden werden. Dann ab
Das Palette der Kritik im SPD-Parteibüro richtete sich auf falsch verteiltes Geld, auf den Kauf von Panzern, die nicht nicht gebraucht würden, auf falsche Sparpolitik in der Stadt (Eleonore Köth-Feige: "Viel Murks beim Mutterpapier"), auf unnötige Geldausgaben in Schulen, auf Steuerungerechtigkeit, auf die geplante Schließung von Bädern.
Hans Köth von der Seniorenbank fragte die Jusos nach dem Verständnis von sozialdemokratischer Politik, und Juso-Vorsitzender Daniel Wolski antwortete flugs mit der Parole von SPD-Landeschefin Hannelore Kraft: "Kümmerer sein." Nach dem von Köth angezettelten Geplänkel, was denn sozial und sozialistisch sei, kam der Jusos Lieblingsthema Jugendarbeit auf den Tisch und Hans Demmerle von 60plus ("Streetworker sind eine fatale Lösung") warf sich vehement für die Vereinsförderung in die Bresche, um die jungen Leute von der bösen Straße zu holen und damit in geordneten Verhältnisse zu bringen.
Widerspruch von Wolski: "Die problematischen Jugendlichen gehen nicht in Vereine." Die wollten nur Räume, um sich zu treffen. Und sein Stellvertreter Daniel Dauster will zu ihnen. "Wir müssen in die Stadtteile gehen, die Brennpunkte aufsuchen, mit ihnen reden." Ein Sprachrohr für die Jugend wollen die Jusos werden, auch Hilfen anbieten, wenn's geht.
Inge Pfeiffers Ansatz zielt weniger auf die Reparatur kaputter Verhältnisse als viel mehr auf ein frühes Agieren: "Der Kindergarten muss kostenlos sein, wir müssen bei der Bildungspolitik ansetzen." Da bekommt sie Beifall Celina Raetz, die aber beklagt, dass sie im Kindergarten schon Vorschularbeit leisten müsse und Reformen notwendig seien.
Treffen sollen fortgesetzt werden
Wie Inge Pfeiffer bietet auch Hans Köth die Hilfe an: "Wenn Ihr etwas Sinnvolles fordert, müssen wir Alten Euch helfen." Wenn Geld erforderlich sei, um Forderungen durchzusetzen, müsse das auch gezahlt werden. Davor würde sich die mittlere Generation oft drücken.
Am Gipfel-Ende kam eine kühne Idee auf den Tisch: Eine Falkengruppe müsse her, dann könne man den Kleinen schon früh viel bieten, zum Beispiel Zeltlager und die vielen speziellen Gruppen. Da soll man doch einfach einen erfahrenen Falken aus Dortmund kommen lassen, der seine Erfahrungen erzählt, schlägt Hans Köth vor.
Die Jusos mit einer aktiven Gruppe von 15 jungen Leuten (Nico Symma ist mit 14 Jahren der Jüngste) wollen die Senior-Genossen jetzt zweimal im Jahr zum Gedankenaustausch einladen und lassen offen, ob das wieder "Gipfel" sind.
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