Neue Fenster statt einfache Verglasung
12.02.2008 | 19:35 Uhr 2008-02-12T19:35:04+0100Lünen. (sza) Im Organisieren ist Jürgen Ortlepp einfach spitze. Der Leiter der Heinrich-Bußmann-Schule gibt nicht auf, wenn's um Unterstützung für "seine" Schule geht. So kämpft der 63-Jährige gerade um neue Fenster.
Der Besuch der CDU-Fraktion an der Bussmann-Schule kam Ortlepp am Montagabend gerade recht. Die Politiker wollten sich im Schulgebäude umsehen und mit ihrem Arbeitskreis Schule und Sport tagen. Ortlepp zeigte gern die schönen "Ecken", wies aber auch auf die weniger vorzeigbaren Dinge hin. "Ich möchte kein Geld von der Stadt, möchte aber über eine Sorge, die wir hier haben, berichten", erklärte der Direktor diplomatisch, bevor er zum Knackpunkt kam: die einfachverglasten Fenster. Auch die fröhlich-blaue Farbe der Fensterrahmen kann nicht über das wahre Alter hinwegtäuschen - vor allem auch nicht über den Wärmeverlust. Um auf lange Sicht Kosten zu sparen, seien neue Fenster unumgänglich, warb Ortlepp bei den Christdemokraten.
Die konnten zwar nicht sogleich Geld für Fenster bewilligen, versprachen aber, den städtischen Wirtschaftsplan daraufhin prüfen zu lassen. Und sie ließen den Hut herumgehen - Projekte hat die Heinrich-Bußmann-Schule ja reichlich. Die spontan gesammelten 400 Euro will Jürgen Ortlepp für die weitere Finanzierung eines geringfügig Beschäftigten verwenden. Weiter plant die Schule die Anschaffung eines Zeltes als Freiluft-Aula. Auch hier setzt Ortlepp auf Spenden.
Die Freiluft-Aula soll bereits im März zum Einsatz kommen - dann hat Landesschulministerin Barbara Sommer ihren Besuch angesagt.
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