Nachschub für die Kraftwerksklage
27.03.2009 | 18:26 Uhr 2009-03-27T18:26:00+0100Das erste interkommunale Heimleuchten, das die Kohlekraftwerksgegner am 1. März veranstaltet hatten, war nicht nur ein symbolkräftiges Zeichen gegen den Bau der Kohle-Kraftwerke in Lünen und Umgebung, es hat sich auch finanziell gelohnt.
Einen Scheck über 2520 Euro übergaben die Unterstützer des Heimleuchtens am Donnerstagabend an den 1. Vorsitzenden der Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk (BI KKK), Thomas Matthée. Das Geld, das aus Spenden sowie aus dem Verkauf von Fackeln, Würstchen und Getränken am Aktionstag stammt, ist für die Weiterführung der Klage bestimmt, die die Bürgerinitiative gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen den Kraftwerksbau der Trianel in Lünen führt.
Die Kraftwerksgegner aus Reihen der Lüner Grünen, der UWG, der GFL, der Ärzteinitiative, des Arbeitskreises Umwelt und Heimat, der BI KKK, der BI Stoppt den Landschaftsfraß sowie der Grünen Listen Waltrop, Selm und Datteln trafen sich in der Pizzeria Da Giovanni in Lünen-Brambauer zur Scheckübergabe und zur Nachbetrachtung der Aktion. Als Veranstalter des Heimleuchtens bedankten sich die BIs „KKK” und „Stoppt den Landschaftsfraß” sowie die „Grüne Liste Waltrop” für die Unterstützung und die praktische Hilfe durch die übrigen Gruppierungen. Gemeinsam diskutierte man über die Bedeutung der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster, die Klage gegen das Trianel-Kraftwerk an den Europäischen Gerichtshof zu verweisen. Die nun vorliegende Begründung des OVG belegt nach Meinung der Kraftwerkgegner eindeutig die Rechtwidrigkeit des Genehmigungsbescheides der Bezirksregierung. Einig war man sich darüber, dass dies eine „schallende Ohrfeige” für Trianel und die Kraftwerksbefürworter darstelle.
Die nächste Zusammenkunft der Kohlekraftwerksgegner findet am Ostersonntag statt. Dann trifft man sich um 18 Uhr am Hof Kersebohm zum Osterfeuer.
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