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Lünen bald Teil des größten Kirchenkreises

02.02.2012 | 18:24 Uhr

Lünen.   Wenn der Zusammenschluss des Lüner mit den drei Dortmunder Kirchenkreisen umgesetzt wird, wird der neue Kirchenkreis mit rund 225 000 Mitgliedern der größte in Westfalen sein.

Es ist eine richtig große Sache, an der die evangelischen Kirchenkreise zurzeit arbeiten: Wenn der Zusammenschluss des Lüner mit den drei Dortmunder Kirchenkreisen umgesetzt wird, wird der neue Kirchenkreis mit rund 225 000 Mitgliedern der größte in Westfalen sein.

Am Mittwochabend stimmte die Synode des Kirchenkreises Lünen als letzte der betroffenen Kirchenkreise mit großer Mehrheit der Vereinigung zu.

Die Fusion beherrschte die Tagesordnung der Kreissynode im Gemeindehaus St. Georg. Superintendent Winfried Moselewski berichtete über den Weg und die weiteren Schritte zur Umsetzung des Zusammenschlusses. Diskussionen oder Einwände gab es keine. Schnell konnte zur Abstimmung geschritten werden, in der sich die 37 anwesenden Synodalen einig zeigten. Die Abstimmungen in den drei Dortmunder Kirchenkreisen waren ähnlich verlaufen. „Offenbar ist das Bewusstsein gewachsen, dass wir diesen einen Kirchenkreis brauchen, um uns strukturell sinnvoll für die Zukunft aufzustellen und auf kommende Herausforderungen angemessen reagieren zu können“, erklärte Moselewski.

Heike Scherer (l.) ist stellv. Assessorin und Irmela Nieburg (r.) Altenheimseelsorge Synodalbeauftragte.

Vorbereitet wird die Fusion bereits seit Jahren. Bereits am 9. Juni 2008 hatte die Lüner Kreissynode einstimmig beschlossen, der Vereinigung zuzustimmen, die für das Jahr 2012 vorgesehen war. In dieser nun dreieinhalb Jahre währenden Vorlaufzeit mussten viele Steine aus dem Weg geräumt werden – etwa Bedenken in Bezug auf den Verlust der Unabhängigkeit oder der Finanzierung.

Jetzt steht „nur noch“ die formale Umsetzung des Vorhabens an, auch diese dauert noch ihre Zeit: Beschlüsse der Kirchenleitung und der Landessynode müssen gefasst werden, ein staatliches Genehmigungsverfahren eingeleitet und alle – dann gemeinsamen – Ausschüsse und Gremien neu gewählt werden, um nur einige der Formalien zu nennen. Laut Ablaufplan können die vier Kirchenkreise dann am 1. Januar 2014 vereint mit neuem Siegel und Logo als „Kirchenkreis Dortmund“ ins neue Jahr starten.

Am Mittwoch standen auch Nachwahlen an. Die Anwesenden wählten Pfarrerin Heike Scherer zur stellvertretenden Assessorin. Ute Wichert bestimmten sie zur Vertreterin des Kirchenkreises im Rechnungsprüfungsausschuss und Irmela Nieburg übernahm die Synodalbeauftragung Altenheimseelsorge.

Martina Ulpts

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