Fackelschwimmen
Lauras Stern leuchtete am hellsten
13.12.2009 | 12:21 Uhr 2009-12-13T12:21:00+0100Lünen. Das Wort Tradition war allgegenwärtig beim diesjährigen Fackelschwimmen in der Lippe am frühen Samstagabend. Zum 26. Mal fand es statt - diesmal unter dem Motto „Gemeinsam unter dem Sternenhimmel". Den Pokal für das schönste Floß erhielt die Herner-Sport-Taucher Jugend für „Lauras Stern".
Platz zwei ging an den Bobbycar-Club Downhill mit dem gemeinsamen Bobby-Car „Schalke04BorussiaDortmund”
Mit dabei 13 Vereine aus nah und fern,die ihre Flöße, die sie in wochenlanger Arbeit bunt geschmückt hatten, präsentierten. Der Tauchsportclub Lünen eröffnete um kurz nach 18 Uhr - traditionell - mit seiner Pyramide das Programm. Es folgten zwölf weitere Flöße, die sich den verschiedensten Themen annahmen. Zu Beginn wurden den mehreren hundert Besuchern Flöße mit dem naheliegendsten Thema Weihnachten präsentiert, unter anderem von der Jugendgruppe des TSC Lünen, die eine Weihnachtskrippe zeigte, oder auch vom TSC Maritim Borken, die einen Nikolaus im Himmelbett über die Lippe schwammen ließen. Damit konnten vor allen die ganz Kleinen begeistert werden. Die neunjährige Sylvia fand „den Nikolaus besonders toll".
Doch auch Weihnachten machte zwischendurch mal Pause und vollkommen weihnachtsfremde Flöße waren zu sehen, die sich allerdings nahtlos in die Parade einfügten. Die DLRG Kreisgruppe Lünen beispielsweise hatte einen Globus mit verschiedenen Nationen abgebildet. Und auch ein Verein, der mit Tauchen sonst gar nichts am Hut hat, nahm an der Veranstaltung teil. Die Jungs von Bobby-Car-Downhill präsentierten ein überdimensioniertes Bobby-Car, das die Farben von Borussia Dortmund und Schalke 04 vereinte. Begleitet wurden die Flöße - natürlich traditionell - von der Musik des Bläserensembles der Musikschule Lünen.
Die Veranstaltung begeisterte Jung und Alt. Und das auf Seiten der Zuschauer, wie auch auf Seiten der Taucher. Die siebenjährige Maret Peters war die jüngste, die sich in diesem Jahr über die Lippe treiben ließ, der älteste war Hermann Kempe, der es sich auch mit 67 Jahren nicht nehmen ließ, dabei zu sein. Zu kritisieren gab es am Fackelschwimmen - wenn überhaupt - nur die zum Teil langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Flößen, doch auch die sind traditionell, wie Zuschauer Joseph Neumann bestätigte. Und er muss es wissen, denn er ist „schon fast von Anfang an jedes Jahr dabei".
Insgesamt trauten sich, laut des Pressewarts des TSC Lünen, Hans Jürgen Voß, rund 140 Schwimmer in das zehn Grad kalte Wasser, um die elf selbtentworfenen und -gebauten Flöße zu begleiten. „Hoher Pegel und starke Strömung hatten diesmal auch zur Folge, dass die Abstände der Flöße untereinander etwas größer waren als gewohnt. THW und Feuerwehr sorgten wie auch schon in den Vorjahren für einen sicheren Ein- und Ausstieg.”
Abgerundet wurde der Abend durch ein großes Feuerwerk, das noch einmal alle zum Staunen brachte - traditionell - versteht sich.
0mitdiskutieren