Kunstpreis der Stadt Lünen wäre angemessen
17.01.2008 | 19:45 Uhr 2008-01-17T19:45:26+0100Er ist mit der Sparkassenstiftung Lünen fertig: "Das Kapitel ist erledigt!" Ist Lünen nun auch mit ihm fertig? Das darf nicht sein. Hermann Nüdling arbeitete, liebte, wohnte und stritt in Lünen. ...
... Er hinterließ künstlerische Spuren und bekennt sich auch in seinem jüngsten Buch zu dieser Stadt, in der er vor etwa 35 Jahren 40 Jahre lang lebte. Dass er sie immer wieder sucht und sich zu ihr bekennt, wie die vorletzte Seite in "Die Summe aller Farben ist Schwarz" beweist, müsste bei Menschen, die sich für Kultur verantwortlich fühlen, einen Erinnerungsschub auslösen, der zum Handeln führt. Es kann doch nicht sein, dass Künstler, die in dieser Stadt gewirkt haben und den Namen Lünens auch außerhalb leuchten ließen, ihr Werk woandershin verschenken. Schon die spektakuläre Platten- und Briefesammlung des Lüner Blues-Pianisten Günther Boas ging Mitte der 90er Jahre an das Jazzarchiv in Eisenach. So gehen Schätze flöten, weil Lünen schläft oder zu schlapp ist, sie zu halten und über sie zu wachen. Wieder gut zu machen ist da nichts, aber im Falle Nüdling wäre es angemessen, ihn für den nächsten Kunstpreis ins Kalkül zu ziehen. Im Jubiläumsjahr des Theaters machte sich eine Ausstellung mit seinem Werk gut in der Stadtgalerie.
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