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Wegen aggressiver Patienten: Wachdienst in der Notaufnahme

01.02.2015 | 19:24 Uhr
Wegen aggressiver Patienten: Wachdienst in der Notaufnahme
In der Notaufnahme des Klinikums Lünen kommt es immer häufiger zu Ärger zwischen Mitarbeitern und Patienten sowie Angehörigen.Foto: Magdalene Quiring-Lategahn

Lünen.  Immer wieder werden Ärzte und Pfleger im Klinikum Lünen von aggressiven Patienten und deren Angehörigen attackiert. Jetzt reagiert das Klinikum.

Beleidigt, bespuckt, sexuell belästigt und bedroht: Mitarbeiter in der Notaufnahme des Klinikums Lünen sollen Leben retten und Menschen helfen. Doch häufig werde das Personal von Patienten und Angehörigen angegangen. Regelmäßig müsse die Polizei zu Hilfe kommen. Deshalb gibt es bald einen Sicherheitsdienst.

Geschäftsführer Axel Weinand skizzierte beim Neujahrsempfang am Freitagabend eindrücklich, wie schwierig die Arbeit in der oft überlasteten und unterfinanzierten Notaufnahme geworden sei.

Nach jüngsten Vorfällen hat das Krankenhaus einen Panikraum für Mitarbeiter eingerichtet. Ein Sicherheitsdienst wird künftig vor allem nachts den Pflegekräften zur Seite stehen. Türen in der Notaufnahme sollen sich nur noch per Chipkarte öffnen lassen. Eine neue Telefonanlage bekommt einen Notfallknopf.

Vielfältige Gründe für Probleme

Die Gründe für die Probleme in der Notaufnahme seien vielfältig. Einer resultiere aus der nicht leistungsgerechten Bezahlung. Daher machte der Klinikchef einen ungewöhnlichen Vorschlag: Bürger sollten ihren Unmut über lange Wartezeiten direkt an die Politik adressieren. Nur so können sich etwas ändern.

Die Krankenkassen vergüteten eine Behandlung mit 30 Euro. Dabei koste das Klinikum ein durchschnittlicher Notfall mit Ausschluss-Diagnostik rund um die Uhr 120 Euro. Wütend mache Weinand, dass die Krankenkassen mit Beitragsstabilität argumentierten, um gleichzeitig Geldprämien an Versicherte auszuschütten.

Immer mehr Patienten - Einige ohne Hausarzt

Personell und räumlich stoße die Notaufnahme zeitweilig an ihre Grenzen. Es kämen immer mehr Patienten. Dies falle an Tagen auf, wenn die niedergelassenen Ärzte eingeschränkt tätig sind. Heute ginge man mit Dingen zum Arzt, bei denen man früher noch nichts unternommen hätte.

Viele wüssten nichts mehr über Selbstbehandlung von leichten Erkrankungen. Vielfach sei es auch Bequemlichkeit durch die 24-Stunden-Bereitschaft. Etliche Patienten hätten gar keinen Hausarzt. Andere wüssten um die hohe Versorgungsqualität in einem Krankenhaus der Maximalversorgung.

Magdalene Quiring-Lategahn

Kommentare
02.02.2015
19:41
Wegen aggressiver Patienten: Wachdienst in der Notaufnahme
von taosnm | #26

[Doppeltes Posting - Mod.]

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Wegen aggressiver Patienten: Wachdienst in der Notaufnahme
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http://www.derwesten.de/staedte/luenen/klinikum-luenen-sicherheitsdienst-fuer-notaufnahme-id10298423.html
2015-02-01 19:24
---Lünen---