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Kirche und Stadt rücken zusammen

05.07.2012 | 20:09 Uhr
Kirche und Stadt rücken zusammen
Infotermin der SPD, Mittwoch, 04.07.2012, zum Umbau vor der St. Georg StadtkircheFoto: Günter Blaszczyk

Lünen. Mit dem dritten Teil des Fußgängerzonen-Umbaus, der derzeit in vollem Gange ist, wird nicht nur die Einkaufsstraße verschönert, sondern auch die Stadtkirche wieder besser in die Innenstadt eingebunden.

Dies erläuterte Jürgen Arendes von der Stadt Lünen am Mittwoch im Rahmen eines Termins mit einem Teil der SPD, die sich vor Ort an der Kirche über die Pläne informierte. Die bisherigen Treppen und Blumenkübel, die geradezu wie Barrieren vor der Stadtkirche wirkten, fallen weg. Der Höhenunterschied zur Kirche ist aber nicht zu vermeiden – denn er ist historisch gewachsen, wie Pfarrer Udo Kytzia erklärte. Vermutlich durch diverse Brände und den anschließenden Wiederaufbau sei die Lange Straße in die Höhe gewachsen, die Kirche jedoch sei weitgehend verschont geblieben.

Pavillon wird instand gesetzt

Die alten Treppen kommen nun also weg und werden ersetzt – durch neue Treppen. Die haben aber eine Doppelfunktion, denn sie laden zum Sitzen ein, haben sogar entsprechende Holzbeplankungen. Auch können Kinder dort spielen. Damit bessere Barrierefreiheit für Kinderwagen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen gewährleistet ist, wird eine Rampe gebaut.

Pfarrer Kytzia freute sich, dass nun auch baulich das umgesetzt werde, was die Gemeinde seit vielen Jahren auf ihre Art zu erreichen versuche: Die Kirche wieder besser ins Stadtleben einzufügen. Auch anderswo wird der Fußgängerzonen-Umbau Neues bringen und Altbewährtes wieder attraktiver machen. Der Pavillon zum Beispiel wird wieder instand gesetzt und erhält einen neuen Anstrich. Während der laufenden Bauarbeiten stellte sich heraus, dass eine der Mauern dort nicht mehr standsicher war. Sie wird ersetzt. Außerdem gibt es neue Sitzauflagen.

Direkt nebenan werden rote Klinkermauern bereits jetzt schon als Ruhezonen und Sitzflächen genutzt. Nach dem Umbau wird auch dieser Bereich attraktiver gestaltet sein. Die Ecke erhält einen Treff-Charakter mit Holzdeck zum Sitzen, ähnlich wie es dies schon in Höhe des alten Kinos im Süden der Langen Straße gibt. Insgesamt werde beim Umbau „aufgeräumt“, so Jürgen Arendes – die Einbauten wie Beleuchtung und Sitzgelegenheit würden vereinheitlicht. Auch Lichtbänder ähnlich dem in der Goldstraße werden verbaut.

Vorgesehen sind außerdem Info-Stelen zur Orientierung und eine von der Stadt vermarktete Werbe-Wand, an der die Geschäftsleute an Bäcker- und Marktstraße Hinweise zu ihren Betrieben anbringen können.

Oliver Schlappat


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