Kinofest-Auftakt in Lünen mit Kraft, Jimi Blue und besonderen Premieren
10.11.2011 | 23:47 Uhr 2011-11-10T23:47:00+0100
Lünen. Mit Promi-Faktor, ein bisschen Wiedersehens-Feier, kreischenden Teenagern und mehreren Premieren konnte die Eröffnungsgala zum 22. Kinofest Lünen diesmal aufwarten. Hannelore Kraft und Jimi Blue Ochsenknecht gaben den Startschuss. Und das Publikum wurde mit „Hallo, liebe Kinder“ begrüßt.
Mit Promi-Faktor, ein bisschen Wiedersehens-Feier, kreischenden Teenagern und gleich mehreren Premieren konnte die Eröffnungsgala zum 22. Kinofest Lünen diesmal aufwarten. Bei den Premieren dürfte eine ziemlich ausgefallen sein — mit „Hallo, liebe Kinder“ ist wohl noch kein Gala-Publikum begrüßt worden.
Was Regisseurin Hermine Huntgeburth aber nicht von diesem ungewöhnlichen Gruß abhielt. Sie zeichnet sich verantwortlich für den Auftakt-Film des am Donnerstag gestarteten Kinofests, und eigentlich ist „Tom Sawyer“ ja ein Kinder- und Jugendfilm. Dafür aber vor dem offiziellen Kinostart in Lünen zu sehen – zur Freude des illustren und wegen einer technischen Panne in einem der vier eingeplanten Kinosäle eng zusammengerückten Publikums aus Filmschaffenden und Filmfreunden, lokalen und überregionalen Promis sowie ganz normalen Lünern, die das Festival genießen wollten.
Gerade diese Nähe lobte Hannelore Kraft – die erste NRW-Ministerpräsidentin beim Kinofest und damit eine weitere Premiere. „Besonders bemerkenswert finde ich, dass das Kinofest keine Exklusiv-Veranstaltung geworden ist, sondern eine Publikumsveranstaltung ist“, lobte sie. Das Kinofest sei ein Kulturhighlight des Landes, aber auch eines mit lokaler Identität.
Jedes Jahr ein kleines Wunder in der Stadt
Länger nicht gegeben hat's es auch die kreischenden Teenager vor der Tür. Für ein paar Sekunden freien Blick auf Jimi Blue Ochsenknecht warteten sie vor der Tür – und ließen sich derweil gleich mit Schauspieler Günther Kaufmann ablichten, der mit Ochsenknecht im Film „Homies“ auf der Leinwand zu sehen ist.
Die Premiere von Michael Wiedemann und Kathrin Bessert als Kinofest-Leitung ist schon sieben Jahre her – aber die Entscheidung für sie sei goldrichtig gewesen, so Hubert Tenberge, Vorsitzender von Kinofest-Veranstalter Pro Lünen. „Jedes Jahr findet in dieser Stadt von neuem ein kleines Wunder statt.“ Das Kinofest werde nicht nur von wenigen Unterstützern getragen, die insgesamt mehrere 100 000 Euro spenden oder als freiwillige Helfer mit anpacken, sondern von allen in der Stadt.
Nichts Neues, sondern angenehme Routine war die Tatsache, dass der Empfang vor der Filmpremiere wieder so gefragt war, dass im Foyer der Cineworld zeitweise kaum ein Durchkommen möglich war. Stadtprominenz, Schauspieler und Lüner Kinofreunde, insgesamt 900 Menschen, genossen die Vorfreude auf den Premierenfilm und die mehr als 50 Filme der insgesamt vier Festivaltage.
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