Keine Einigkeit über neuen Kindergarten
10.02.2012 | 19:16 Uhr 2012-02-10T19:16:00+0100
Lünen.Die Diskussion um die Pläne für den Neubau eines städtischen Kindergartens am Schorlemmers Kamp sind noch lange nicht am Ende. Herrschte im Jugendhilfeausschuss zumindest weitgehend Einigkeit über das Vorhaben, so waren sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses keineswegs einig darüber, ob der angepeilte Weg der Richtige ist.
Auch Zweistöckigkeitwieder ein Thema
Bekanntlich hatte der Jugendhilfeausschuss die städtische Einrichtung am Schorlemmers Kamp wegen ihres in die Nachbarschaft eingebundenen Konzeptes und des günstigen Standortes einer Alternative am Lippe Bad vorgezogen, die das Deutsche Rote Kreuz ins Spiel gebracht hatte (wir berichteten).
Die CDU zeigte sich im Haupt- und Finanzausschuss, nachdem sie im anderen Ausschuss zugestimmt hatte, aber nicht mehr so überzeugt. Sie reichte einen Antrag ein, nach dem die Stadt weitere Alternativen prüfen solle, was die Finanzierung der Einrichtung angeht. Ein Investorenmodell solle geprüft werden. Auch solle noch einmal die Möglichkeit geprüft werden, kein zweigeschossiges, sondern ein eingeschossiges Gebäude zu errichten.
Der GFL ging das noch nicht weit genug: Sie wisse nicht, ob der Schorlemmers Kamp der richtige Standort sei. Prof. Dr. Johannes Hofnagel stellte einen Antrag, zu prüfen, ob nicht doch andere Grundstücke in Betracht kommen. Er schlug das Stadtbad-Gelände vor, auf dem bekanntlich die Errichtung von mehreren Wohngebäuden vorgesehen ist. Dieser Antrag wurde später mehrheitlich abgelehnt.
Die SPD konnte sich mit beiden Anträgen nicht richtig anfreunden, vor allem aber nicht damit, dass CDU und GFL im Jugendhilfeausschuss den Plänen zugestimmt hatten, jetzt aber noch Änderungen einforderten.
SPD verärgert überneue Anträge
„Wir verhalten uns hier gerade wie ein Karnevalsverein, der eine Elferratssitzung vorzubereiten hat“, so Rolf Möller (SPD). Unter der Maßgabe, dass die von der CDU geforderten Prüfungen nicht zu Zeitverzögerungen beim Bau der Einrichtung führen würden, stimmten die Sozialdemokraten aber letztlich doch zu – ebenso wie die GFL.
Erika Roß (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte noch einmal heftig die Zweistöckigkeit des Gebäudes. Dies sei schon im Hinblick auf das Thema Inklusion nicht nachvollziehbar. Ferner äußerte sie, es wäre ihr lieber, wenn sowohl die städtische Kindertagesstätte als auch die vom DRK vorgeschlagene Einrichtung gebaut würden.
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