„Zwei an einem Tag“
03.08.2010 | 15:37 Uhr 2010-08-03T15:37:00+0200
„Zwei an einem Tag“ von David Nicholls ist die Geschichte von Emma, einer politisch interessierten, aus-Protest-hässliche-Sachen-Trägerin mit festen Standpunkten und von Dexter, einem beliebten, gut aussehenden, oberflächlichen Sohn reicher Eltern.
Am 15. Juli, nach einer Schulparty zum bestandenen Examen, begründen sie ihre (freundschaftliche?) Beziehung. Der Rest des Buches besteht daraus, dass jeweils nur der 15. Juli der Jahre 1989 bis 2007 beschrieben wird.
Obwohl Emma erst Theaterstücke schreibt und in einem unhygienischen Schnellimbiss arbeitet, knapp an einer langweiligen Ehe vorbeirutscht und schließlich Lehrerin wird, während Dexter die Liste seiner Eroberungen auf Reisen um die Welt vergrößert, eine zweifelhafte Fernsehsendung moderiert und Drogen nimmt, bleiben sie in Kontakt.
Durch Briefe, gemeinsame Urlaube und Treffen in unangenehmer Begleitung schaffen Emma und Dexter sich gegenseitig einen Ausgleich zu ihren entgegen gesetzten Lebensstilen, ohne wirklich zu wissen, ob sie sich mögen oder hassen. Aber kann das immer gut gehen?
Charaktere mit
Ecken und Kanten
Durch die Unterschiedlichkeit der Hauptpersonen, die viel Konfliktpotenzial hat, ist die Geschichte sehr fesselnd, so wie die Art, in der das Buch geschrieben ist: Der Leser wird von einem Jahr direkt ins nächste geworfen und muss sich zwischen den Zeilen erarbeiten, was inzwischen passiert ist.
Auch die anderen Charaktere sind nicht nur detailliert beschrieben, sondern auch sehr ungewöhnlich mit vielen Ecken und Kanten, was dafür sorgt, dass der Roman nicht kitschig wirkt.
Es ist schade, wenn man sich auf der letzten Seite von Dexter und Emma verabschieden muss.
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