Japan
16.02.2010 | 18:00 Uhr 2010-02-16T18:00:00+0100Es wird in Japan erzählt, dass der Fußball im Jahr 1873 durch einen englischen Marineausbilder nach Japan kam. Dieser brachte japanischen Marinekadetten den Fußballsport bei.
Jahrzehnte lang war dieser Sport jedoch nur „Studentensport”, bis es 1936 einer japanischen Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Berlin erstmals gelang an einem internationalen Turnier teilzunehmen. Dort ereignete sich das „Wunder von Berlin”: Japan schaffte es, den Favoriten Schweden zu besiegen.
Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio schaffte die Mannschaft es zum ersten Mal ins Viertelfinale. Zu verdanken hat sie diesen Erfolg Dettmar Cramer, dem späteren Trainer von Bayern München. „Cra-San”, wie erliebevoll von den Japanern genannt wurde, bereitete das Team auf die Spiele vor und entwickelte den japanischen Fußball weiter. Für die Asienmeisterschaft konnte sich Japan erst 1988 qualifizieren. Überraschenderweise wurde die Nationalmannschaft 1992 dann Asienmeister. Weitere Finalsiege folgten in den Jahren 2000 und 2004.
Zur Fußball-WM qualifizierten sich die Japaner erstmals 1998, jedoch ohne großen Erfolg. Zur Freude der Bevölkerung fand 2002 die WM zum ersten Mal in Asien statt. Japan begrüßte zusammen mit Südkorea Fußballfans aus der ganzen Welt und die japanische Mannschaft schaffte es erfolgreich bis ins Achtelfinale. Daraufhin hat die Zahl der Fußballfans auf den japanischen Inseln weiter zugenommen. Wie die Japaner ihre Nationalspieler in Südafrika anfeuern werden, wird sich diesen Sommer zeigen.
WM-Chance: 2 von 4 Fußbällen
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