Elfenbeinküste
16.02.2010 | 17:55 Uhr 2010-02-16T17:55:00+0100Wenn man an starke Fußballnationen denkt, denkt man wohl nicht unbedingt an Nationen auf dem afrikanischen Kontinent. Völlig zu Unrecht – denn im Westen Afrikas hat sich in den letzten Jahren eine starke Nationalmannschaft entwickelt.
Die Elfenbeinküste, eine mit Stars gespickte Mannschaft, gilt als Geheimfavorit bei der diesjährigen Weltmeisterschaft.
Warum, das haben sie schon in der Qualifikation gezeigt: in zwölf Spielen verlor man keines, gewann acht und erreichte ein Torverhältnis von 39:6. Und wurde es doch mal knapp, hatten „Les Elephants” ja noch ein Ass im Ärmel: Didier Drogba. Der Weltstar in Diensten des FC Chelsea schoss sechs Tore. Aber er ist nicht der einzige Star im Team: Emmanuel Eboue (Arsenal London), die Brüder Kolo (Manchester City) und Yaya Toure (FC Barcelona), sowie Didier Zokora (FC Sevilla) und Salomon Kalou (FC Chelsea) machen die Elfenbeinküste zu einem der stärksten Teams der Welt. Zum Vergleich: Die deutsche Nationalmannschaft hat mit Michael Ballack nur einen Spieler bei einem Spitzenclub im Ausland unter Vertrag.
Die Ivorer nehmen bereits zum zweiten Mal an einer Fußball-Weltmeisterschaft teil. Bei der WM 2006 feierten sie Premiere. Zwar mussten sie nach den Gruppenspielen schon wieder abreisen – das war allerdings ihrem Lospech zuzuschreiben. In Gruppe C mussten sie sich in der sogenannten „Hammergruppe” u.a. mit Argentinien und den Niederlanden messen.
Und auch bei der Auslosung zur kommenden WM war Fortuna nicht auf der Seite der Ivorer: Mit Nordkorea ist zwar ein sehr leichter Gegner in der Gruppe, mit Brasilien und Portugal gibt es aber wieder zwei Hammergegner.
Trotzdem sollte man mit der Elfenbeinküste rechnen, denn wer so starke Spieler in seinen Reihen hat, muss niemanden fürchten. Nicht einmal Portugal und Brasilien. Und das Ausscheiden übrigens auch nicht. Denn mittlerweile haben sie wohl auch den letzten Skeptiker überzeugt, dass mit ihnen noch in Zukunft zu rechnen ist.
WM-Chance: 3 von 4 Fußbällen
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