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Buchprojekt

Die Herrin der Welt „Mythia“

03.08.2010 | 15:48 Uhr
Die Herrin der Welt „Mythia“

Brambauer.Was gibt es für eine Leseratte Schöneres, als einen brandneuen Fantasyschmöker in den Händen zu halten? Im Großformat, mit tollen Bildern – pures Lesevergnügen. Aber wie ist das, wenn vorne der eigene Name prangt?

Birthe Kolb (15) weiß es. Sie hat ein Buch geschrieben.

„Ein tolles Gefühl endlich ein fertiges Werk vor sich liegen zu haben“ erzählt sie und präsentiert ihre Fantasygeschichte „Mythia“, ganze 400 (!) Seiten stark. Verfasst hat sie das Ganze im Rahmen eines Schulprojekts, dem Drehtürmodell.

Mehr als „Elfen,
Zwerge und Co.“

Dort können besonders talentierte SchülerInnen ab und zu den Unterricht verlassen, um an eigenen Projekten zu arbeiten. Die Ergebnisse werden dann auch anschließend vor der ganzen Schule vorgestellt. Birthe erntete viel Lob für ihr Werk, das auch demnächst in der Schulbibliothek zu finden sein wird. Die Arbeit hat sich gelohnt.

Doch wie kommt man eigentlich dazu, sich ein derartig umfangreiches Projekt vorzunehmen? „Ich habe schon immer gerne geschrieben, aber als ich Leute mit dem gleichen Hobby kennenlernte, war ich angespornt, eine bereits angefangene Geschichte weiterzuführen und auszubauen.“ Im Wesentlichen, sagt Birthe, handele es sich bei ihrer Geschichte um einen „typischen Fantasyroman“. „Aber in gewisser Weise ist er doch besonders. Denn es geht nicht nur um Dinge wie Elfen, Zwerge & Co., es wird vor allem der Fortschritt in Mythia thematisiert, ob die Technologien unserer modernen Welt mit Mythias Traditionen vereinbar sind“.

Doch Ideen muss jeder Autor selbst finden. Bei Birthe dient vor allem die Musik als Inspirationsquelle. Vielen der Kapitel ist ein Auszug aus einem Liedtext vorgezogen und der Nelly Furtado-Hit „All Good Things Come To An End“ bildet das Motto des Romans, weil irgendwann ja alle guten Dinge zu Ende gehen. So auch der Frieden und die Idylle in Mythia.

„Deswegen muss auch meine Heldin, Kassandra Spinnweb in diese Welt“, sagt Birthe. „Sie war schon immer anders als die anderen Mädchen in ihrem Alter und jetzt muss sie auch noch gemeinsam mit ihren Freunden den Frieden in Mythia bewahren.“

Ob ihr das gelingt… das erfahrt ihr in Birthes Roman, den sie eventuell sogar zu einem Verlag schicken möchte.

Beim nächsten Drehtürmodell möchte Birhe sich der Lyrik widmen. Und vielleicht kommt irgendwann auch mal die Fortsetzung von Mythia. „Es ist noch nichts geplant, aber ich hätte definitiv Interesse daran!“, meint Birthe. Wer weiß, vielleicht hält sie bald einen weiteren Fantasyroman in den Händen…. mit neuen Abenteuern aus Mythia.

Ina Holev

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