"International ausstrahlendes Projekt"
13.11.2007 | 20:36 Uhr 2007-11-13T20:36:40+0100Lünen. Die Varianten für eine denkmalgerechte Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule sind heute Thema einer Sitzung von Behörden und Wüstenrot-Stiftung. ...
... Geschäftsführer Georg Adlbert zeigt sich von den Möglichkeiten begeistert: "Der Lüner Bau von Hans Scharoun ist für uns ein international ausstrahlendes Projekt." Die Arbeit an der Machbarkeitsstudie für das Vorhaben ist laut Adlbert in den vergangenen Monaten auf Hochtouren gelaufen. "Es sind eine Menge Spezialisten für uns im Einsatz. Vor allem das Farbkonzept Scharouns erfordert intensive bauhistorische Recherchen." Umbauten und Anstriche in dem berühmten Bau aus den 1950er Jahren verwischten das Original. Auch die Rekonstruktion des Aussehens von Außenanlagen, Klassenwohnungen und Schulgärten sei aufwändig, ebenso die Durchleuchtung der Anlage auf Schwächen, Baumängel und Schäden.
Die Verbindung von Denkmalschutz und moderner Bauphysik - die Nutzung des Gebäudes als Schule soll garantiert werden - steht im Mittelpunkt der Planung. "Auch die Art und Weise der Durchführung ist eine wichtige Frage, denn die Sanierung würde ja bei laufendem Schulbetrieb stattfinden", so Adlbert. Grundlage unterschiedlicher Ausführungsvarianten seien aber natürlich auch die Kosten. Die Fäden laufen bei der Bürogemeinschaft von Prof. Oskar Spital-Frenking aus Lüdinghausen und Michael Schwarz aus Dortmund zusammen, die das Ergebnis ihrer aufwändigen Recherchen heute vorstellen.
Die Zeichen für eine Aufnahme des Lüner Scharoun-Baus in das Denkmalprogramm der Wüstenrot-Stiftung stehen gut - gemessen an ihrer Wertschätzung des Projekts. Georg Adlbert: "Es ist Architektur von Weltrang, die Sie da in Lünen stehen haben." Diese Begeisterung muss nun die Stadtverwaltung teilen, in Abstimmung mit der Münsteraner Denkmalschutzbehörde. Noch vor Ende des Jahres soll feststehen, ob sich alle Beteiligten auf eine Sanierungsvariante einigen können.
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