Interesse an Speicherkraftwerk
29.04.2011 | 19:05 Uhr 2011-04-29T19:05:00+0200
Lünen.Beim Stadtwerke-Verbund Trianel, an dem auch das Lüner Unternehmen beteiligt ist, reifen Pläne für den Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes. Dazu wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nach den Sommerferien vorliegen sollen. Überprüft wird, ob sich der Bau rechnet und welche Standorte dafür in Frage kommen.
Mit Pumpspeicherkraftwerken gleichen Versorger Schwankungen im Leitungsnetz aus, zu denen es bei der Stromgewinnung vor allem durch Erneuerbare Energien wie denen aus Wind- und Sonnenkraft kommen kann. Pumpspeicherkraftwerke werden damit zu Schlüsseltechnologien auf dem Energiemarkt der Zukunft.
Man sei dabei, mögliche Standorte in ganz Deutschland zu überprüfen, teilte Trianel-Sprecher Elmar Thyen gestern mit. Darunter seien auch welche in NRW.
Das nächste Pumpspeicherkraftwerk ist das von RWE in Herdecke. Die Altanlage wurde 1930 in Betrieb genommen und hat einen Wirkungsgrad von 65 Prozent. Moderne Anlagen kommen auf 80 Prozent, teilte Thyen mit.
Für Trianel kommt nur ein Neubau in Frage. Dafür würde – wie bei anderen Trianel-Vorhaben auch schon – eine Projektgesellschaft gegründet. Als Baukosten gelte die Faustregel: Pro Megawatt Leistung sind eine Million fällig.
Die Stadtwerke Lünen wären an einer Beteiligung grundsätzlich interessiert, wie ihr Geschäftsführer Dr. Achim Grunenberg gestern erklärte. Thyen bezeichnete die Investition in die Pumpspeichertechnologie als sinnvoll vor dem Hintergrund der wachsenden Energieerzeugung aus Wind- und Sonnenkraft.
Trianel selbst ist beteiligt am Bau des Offshore-Projektes Borkum West II. Zurzeit würden an Land die Rotoren und Turbinen montiert. Die ersten Fundamente würden im August in die Nordsee gesetzt.
Ab Ende 2012 soll dann von den ersten 40 Windrädern der Strom fließen. Die Anlage hat eine Leistung von insgesamt 200 Megawatt. 2014 soll der Windpark dann noch einmal um die gleiche Größe verdoppelt werden.
14:55
Zitat:..Man sei dabei, mögliche Standorte in ganz Deutschland zu überprüfen...
Viel Erfolg beim Suchen. Die Problematik ist, dass nicht nur ein ,sondern 2 große Speichervolumen erstellt werden müssen, die nicht allzuweit von einander entfernt sind und einen Höhenunterschied von etlichen Metern zueinander haben müssen.
Da wird wohl in NRW nichts zu machen sein.
Und die betroffenen Anwohner werden auch dagegen sein, wenn z.B. Umsiedelungen erfolgen müssen.