Hochwasser-Schutz für die Trauerhalle
20.10.2008 | 18:01 Uhr 2008-10-20T18:01:45+0200Niederaden. ...
... (pr) Zwar ist die geplante Erweiterung der Niederadener Trauerhalle immer noch Zukunftsmusik - doch rund um das kleine Gebäude scheint sich nun etwas zu tun: Um Überschwemmungen zukünftig zu verhindern, will die Abteilung Stadtgrün in Kürze für eine bessere Regenwasser-Ableitung sorgen. Auch der Plan, Rasenpflegegräber anzulegen, steht offenbar kurz vor der Verwirklichung. Dass die zierliche Trauerhalle ausgerechnet am tiefsten Punkt des Niederadener Friedhofs errichtet wurde, ist - gelinde gesagt - nicht unbedingt eine planerische Meisterleistung: "Bei starkem Regen ist hier alles überflutet", klagt Brunhilde Weinhold, Vorsitzende des Fördervereins Trauerhalle, der sich schon seit Jahren mit dem Hochwasser-Problem herumschlägt. Steht das Wasser nämlich erst einmal in der Halle, helfe "nur noch schüppen - oder eben warten, bis es wieder abläuft."
Nun naht Hilfe - und zwar von Seiten der für die Bewirtschaftung der kommunalen Friedhöfe zuständigen Abteilung Stadtgrün: Mit einer neuen Sickergrube, einer besseren Befestigung der bislang immer wieder fortgeschwemmten Wege und einer Erneuerung der Regenauffangrinnen will die Verwaltung dem Überschwemmungs-Problem entgegentreten - möglichst bald, wie Thomas Herkert (Stadtgrün) betont. "Wenn wir die Halle nicht ganz aufgeben wollen, dann müssen wir jetzt etwas tun. Die Bausubstanz ist irgendwann gefährdet, wenn ein Haus ständig nass wird."
Ein Anschluss an das städtische Kanalnetz kommt für die Verwaltung allerdings nicht in Frage - stattdessen soll das Wasser über Regenauffangrinnen und Sickergrube ins Grundwasser geleitet werden. Die Kanalgebühren wären "auf die Dauer teurer als der Umbau", sagt Herkert.
Trotz der gebotenen Eile: Vor der zweiten Novemberwoche werden die Arbeiter wohl nicht anrücken. Allerheiligen und die damit verbundenen Feierlichkeiten will die Stadt noch verstreichen lassen, bevor auf dem Friedhof eine "Baustelle losgetreten" wird.
Ein weiteres Projekt kommt offenbar ebenfalls recht zügig voran: Damit es auch in Niederaden in Zukunft die Möglichkeit gibt, anonyme Rasenpflegegräber anzulegen, wird momentan die Friedhofssatzung verändert - anschließend muss der Rat seine Zustimmung geben. "Ich bin optimistisch, dass die Satzung Ende des Jahres fertig ist", sagt Brundhilde Weinhold vom Förderverein Trauerhalle, dessen bei weitem größtes Vorhaben nach wie vor auf seine Realisierung wartet: Mehr als 10 000 Euro Spendengelder und Mitgliedsbeiträge hat der Verein inzwischen angespart, um die für eine Versammlung von Beerdigungsgästen viel zu kleine Trauerhalle baulich zu vergrößern.
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