Hochwasser (noch) kein Thema
19.02.2010 | 17:31 Uhr 2010-02-19T17:31:00+0100Lünen. Sieben Jahre ist es nun her, dass der Pegel der Lippe nach tagelangem Dauerregen landauf und landab Rekordmarken erreichte. Die zehn Meter, die damals in Dorsten gemessen wurden, werden dieses Jahr wohl nicht erreicht. Aber gefährlich hoch könnte die Lippe auch in diesem Jahr steigen.
So schätzen es jedenfalls Emschergenossenschaft und Lippeverband ein. „Entscheidend ist der Niederschlag, der in den kommenden Tagen zu erwarten ist”, sagt Michael Steinbach, Pressesprecher von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Sollte er hoch ausfallen würde er zusammen mit der zu erwartenden Schneeschmelze die Hochwassersituation enorm verschärfen. Eine Warnung müsse jedoch noch nicht herausgegeben werden. „Bisher sagt die Wetterprognose eher geringe Niederschläge voraus”, sagt Steinbach. Doch auch wenn es anders kommen sollte, seien Emschergenossenschaft und Lippeverband gut gerüstet.
So verlasse man sich nicht nur auf die Wettervorhersagen der Meteorologen, sondern sichere kurzfristige Prognosen anhand von Radarmessungen ab. Diese zeigen direkt an wie sich die Regenwolken bewegen. Die entsprechenden Niederschläge werden in ein Niederschlag-Abfluss-Modell gespeist, mit dessen Hilfe sich Pegelstände mit hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen lassen. Bestätigt sich eine Vorwarnung springt die „Hochwasser-Ampel” auf „Rot”. In Lünen passiere dies, wenn der Pegelstand der Lippe sechs Meter erreiche. Mit 2,76 Meter hatte die Lippe gestern jedoch noch nicht einmal die Hälfte erreicht.
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