Gürbüz Demirhan ist Vorsitzender des Integrationsrates
05.03.2010 | 17:23 Uhr 2010-03-05T17:23:00+0100Lünen. Der Integrationsrat hat einen neuen Vorsitzenden gewählt.
Gürbüz Demirhan von der prosozialen Liste setzte sich knapp gegen Hakan Takil von der unabhängigen Liste durch. Takil ist ab sofort zweiter stellvertretender Vorsitzender, Erika Roß von den Grünen wurde zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Demirhan bedankte sich bei den Ratsmitgliedern für ihr Vertrauen und machte deutlich, dass viel Arbeit anstehe: „Wir müssen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration schaffen.” Es gehe darum, Menschen mit Migrationshintergrund der deutschen Sprache näher zu bringen, sodass sie einen Schulabschluss machen und einen Arbeitsplatz finden. Demirhan forderte gegenseitigen Respekt: „Es geht darum, mittendrin, statt nur dabei zu sein.” Auch eine vermehrte politische Teilnahme müsse gefördert werden.
Für Stellvertreterin Erika Roß, die sich in der Wahl knapp gegen Ercan Canbay durchsetzte, ist dies auch einer der Punkte, der in nächster Zeit angegangen werden müsse. „Wir brauchen eine Schnittstelle zwischen dem Integrationsrat und der Politik”, sagte sie und forderte gleichzeitig, den Lüner Dialog fortzusetzen.
Der zweite Stellvertreter Hakan Takil stieß anschließend die Diskussion um den Lüner Hauhaltsplan an. Denn: Stadtkämmerer Hans-Georg Schlienkamp hatte im Vorfeld vorgeschlagen, in der Verwaltung eine pauschale Kürzung von 15 Prozent vorzunehmen. Zusätzlich solle der Integrationsrat einen Konsolidierungsbeitrag von 3000 Euro erbringen. „Das ist nicht verantwortbar”, sagte Takil deutlich. Auch der neue Vorsitzende Gürbüz Demirhan verurteilte das Vorhaben der Stadt: „Hier wird versucht, an der falschen Stelle zu sparen. Unsere kommenden Aufgaben wären dadurch erheblich gefährdet.”
Takil und Demirhan stellten daher den Antrag, den Haupt- und Finanzausschuss und den Rat der Stadt zu bitten, von dem zusätzlichen Konsolidierungsbeitrag Abstand zu nehmen. Trotz einiger Bedenken, wegen der momentan schwierigen Haushaltssituation, stimmte der Rat dem Antrag mehrheitlich zu.
„Dieser Schritt heißt nicht, dass wir die Sparvorschläge der Stadt generell nicht unterstützen”, sagte der Vorsitzende Gürbüz Demirhan. Er schlug deshalb vor, den Sicherheitsdienst für die Ausländerbehörde abzusetzen und dadurch schon einmal Personalkosten einzusparen.
17:52
Er schlug deshalb vor, den Sicherheitsdienst für die Ausländerbehörde abzusetzen und dadurch schon einmal Personalkosten einzusparen .
Herr Demirhah, erklären Sie mir zuerst bitte, warum die Stadt Lünen überhaupt einen Sicherheitsdienst beauftragt hat. In keinem anderen Amt der Stadtverwaltung gibt es einen Sicherheitsdienst, eben nur in der Ausländerbehörde. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das nur einfach so ist.
17:22
Immer bei den Anderen sparen nur nicht bei sich selber -so sind sie eben die Politiker auch wenn sie erst eine Stunde im Amt sind.