Grünes Licht für Toiletten-Sanierung
12.02.2010 | 12:00 Uhr 2010-02-12T12:00:00+0100
Lünen-Süd/Altlünen/Brambauer. Die Toiletten auf den kommunalen Friedhöfen in Lünen-Süd/Altlünen und Brambauer sollen behindertengerecht umgestaltet werden.
Bei seiner Sitzung am Mittwoch brachte der Ausschuss für Bürgerservice und Soziales die dafür erforderlichen Maßnahmen auf den Weg. Einem Antrag der SPD folgend sollen die neu gestalteten Toiletten nicht nur Menschen mit einer Behinderung, sondern allen Bürgern zur Verfügung stehen.
Viele Senioren seien in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und hätten „ähnliche Probleme”, begründete SPD-Ratsfrau Christiane Mai die Initiative – in den normalerweise größeren und mit entsprechenden Vorrichtungen ausgestatteten Behinderten-Toiletten kämen sie besser zurecht als in normalen Einrichtungen. Dr. Matthias Laarmann (GFL) gab zu bedenken, dass mit „Beschädigungen und Verschmutzungen” zu rechnen sei, falls die Anlagen für jedermann geöffnet würden – trotzdem brachte der Ausschuss die vom Behindertenbeirat angeregten Maßnahmen einstimmig auf den Weg.
Einer Sanierung blickt unter anderem das baufällige Toilettengebäude auf dem Friedhof Lünen-Süd entgegen; bei der Neugestaltung soll eine Behindertentoilette integriert werden. Eigentlich habe man zunächst Neubau bzw. Sanierung der Trauerhalle abwarten wollen, sagt Dieter Kasprowiak von der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGL) – da diese Baumaßnahme kurz- oder mittelfristig aber nicht zu erwarten sei, solle die Erneuerung des Toilettengebäudes nun vorgezogen werden.
Für eine angestrebte Maßnahme auf dem Friedhof Altlünen soll ZGL zunächst die Kosten errechnen: Der Behindertenbeirat hatte angeregt, die an der dort vorhandenen Behindertentoilette angebrachte Notfall-Lichtsignalanlage auszubauen – sollten die Abteilung Stadtgrün und der Kämmerer zustimmen, könnte über dem Eingang ein weiteres Licht angebracht werden (kombiniert mit einem akustischen Notsignal). Auch die Möglichkeit einer direkten Verbindung zum Rettungsdienst ist angedacht.
Auf dem Friedhof in Brambauer soll eine neue Behindertentoilette in einem zurzeit als Öltanklager genutzten Raum an der Trauerhalle untergebracht werden. Auch hier soll ZGL den finanziellen Aufwand errechnen, Dieter Kasprowiak vermutet einen „mittleren fünfstelligen Betrag”.
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