Glück und Pech für die Laubenpieper
28.10.2012 | 15:22 Uhr 2012-10-28T15:22:00+0100
Brambauer. Dass auch Kleingärtner heizen und kochen, war in den vergangenen Jahrzehnten für den Gesetzgeber nie ein Thema. Aber durch eine Umgestaltung der Kehr- und Überprüfungsordnung für das Land muss ab 2013 der Schornsteinfeger regelmäßig nun auch in den Garten kommen. Und genau darüber informierte der Kleingartenverein Subeck am Samstagmorgen seine Mitglieder.
Dass auch Kleingärtner heizen und kochen, war in den vergangenen Jahrzehnten für den Gesetzgeber nie ein Thema. Aber durch eine Umgestaltung der Kehr- und Überprüfungsordnung für das Land muss ab 2013 der Schornsteinfeger regelmäßig nun auch in den Garten kommen. Und genau darüber informierte der Kleingartenverein Subeck am Samstagmorgen seine Mitglieder.
Für den Vorstand des Vereins ist der Termin aber nicht plötzlich gekommen und so versucht man schon seit dem Herbst des Vorjahres alle Beteiligten zu einem Gespräch an den Tisch zu bekommen. Doch einen guten Termin für den Bezirksschornsteinfeger Volker Hohneiker und die Gärtner zu finden, war nicht ganz einfach, so der Vorsitzende Roland Pietté, der das traditionelle Dämmerschoppen auf den Morgen verlegt hat.
„Als der Schornsteinfeger gehört hat, dass es bei uns um 86 Parzellen geht, ist er fast vom Stuhl gefallen“, erzählt Pietté, der selber in der Bandschutzbranche arbeitet und weiß, wie wichtig der Schutz vor Feuer sein kann. Nicht nur aus diesem Grund hat sich die Vereinsspitze für ein vormittagsfüllendes Programm entschieden, wo es längst nicht nur um das Kehren der Laubenkamine geht. Als dritter Fachmann im Bunde ist der Brandinspektor Michael Krah vom Löschzug Brambauer der Feuerwehr zu den rund 40 Gartenfreunden gekommen, um auch Fragen beantworten zu können, ob und wo in der Laube aber auch im Wohnhaus ein Rauchmelder erforderlich ist.
40 Euro im Jahr für einen Kohleofen
Eines wurde für die Mitglieder jedoch schnell klar, am Schornsteinfeger kommen sie nicht vorbei. In der alten Gesetzgebung gab es eine explizite Ausnahme für Kleingärten, doch das neue Gesetz und seine Kommentare sprechen eine klare Sprache und so muss es eine verbindliche Feuerstätten-Schau und Kaminkehrung geben. In den kommenden Wochen wird Volker Hohneiker alle Lauben begehen und die Feuerstellen auf ihre Sicherheit überprüfen sowie die Schonsteine von Ruß befreien. Auf lange Sicht möchte der Verein einen festen Termin im Herbst einführen, an dem es einen Kehraus für die Abgasanlagen gibt.
Auf die Gärtner kommen Kosten im ersten Jahr von rund 40 Euro für einen Kohleofen zu. Noch unerfreulicher ist eine Bedrohung aus dem Äther, die auf den KGV zukommt, denn nach der neuen Gebührenordnung der GEZ müssen jetzt auch Lauben, wie Haushalte, für Rundfunk und Fernsehen bezahlen.
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