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Gemeinde verabschiedete Presbyterin Ingeborg Becker

19.05.2008 | 18:27 Uhr

Brambauer. (IK/PiLi) Es war offensichtlich, dass ihr der Abschied alles andere als leicht fiel: Acht Jahre hat Ingeborg Becker als Presbyterin gewirkt, jetzt verlässt sie die Evangelische Gemeinde in Brambauer.

Das Ehepaar Ingeborg und Erwin Becker bei der Verabschiedung durch Pfarrerin Friederike Scholz-Druba während des Gottesdienstes. (Bild: Iris Kopitzki/PiLi)

Und zieht mit ihrem Mann in Kürze zu ihren Kindern nach Elmshorn in Schleswig-Holstein. Im Gottesdienst am Pfingstmontag in der Martin-Luther-Kirche wurde sie feierlich von den Pfarrern Friederike Scholz-Druba und Horst Prenzel verabschiedet. Anerkennend ging die Pfarrerin auf Beckers engagierte Arbeit im Frauen-, Finanz- und Bauausschuss ein, die die Gemeinde sehr bereichert hätte.

So viel Lob und Dank - Tränen des Abschieds ließen sich da bei Ingeborg Becker nicht mehr aufhalten. Doch nicht nur sie, auch ihren Ehemann Erwin Becker rief die Pfarrerin nach vorne. Erst durch seine Toleranz "hat sie sich so bei uns einbringen können", so Scholz-Druba. Und erwähnte erfreut die Kettensäge, die er der Gemeinde gespendet hatte. "Durch sie ist es uns möglich, dass wir Weihnachten einen Tannenbaum in unserer Kirche haben", sagte Scholz-Druba. Die Säge zeige, dass die Beckers oft die einfachen, die kleinen, die alltäglichen Dinge eingebracht hätten, die trotzdem für die Gemeinde so wertvoll und wichtig seien.

Als Erinnerung an die Gemeinde überreichten die beiden Pfarrer eine Chronik über die Kirche, ein Kirchenfenster sowie Blumen. "Ich werde nur positive, keine einzigen negativen Eindruck mitnehmen", sagte Ingeborg Becker, die ursprünglich aus Dortmund-Kirchhörde stammt und seit über 40 Jahren in Brambauer lebt. Besonders bereichernd sei für sie gewesen, dass sie an so vielen Sachen mitarbeiten konnte. Wie an der Restaurierung der Martin-Luther-Bibel, die im weiten Umkreis einzigartig sei, auch bei der Gestaltung des Kirchenvorplatzes und bei der Innenrenovierung war sie aktiv.

Ihr Mann habe sie immer unterstützt. Und das sei wichtig gewesen. "Schließlich spielt sich das alles nicht am Sonntag im Gottesdienst ab, sondern unter der Woche und oft abends", sagte sie. Leicht falle ihr es nicht zu gehen, aber sie versuche den Kontakt zur Gemeinde nicht abbrechen zu lassen. "Und es fahren ja auch noch Züge", ergänzte sie. Im Gottesdienst wurden zudem drei Kinder getauft: Florian Jaschke, Mia Stolz und Niklas Wick.



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