„Gelber Engel” im Dauereinsatz
13.12.2007 | 17:43 Uhr 2007-12-13T17:43:00+01001085 Mal ging er in die Luft. Schon jetzt, zwei Wochen vor Silvester, hat Rettungshubschrauber Christoph 8 damit in diesem Jahr mehr Einsätze geflogen, als 2006.
Grund genug für Landrat Michael Makiolla, das Rettungs-Team am Hubschrauber-Standort am St.-Marien-Hospital zu besuchen - und Danke zu sagen.
Es ist ein Termin mit Tradition, doch zur reinen Routine ist er deshalb nicht verkommen. „Christoph 8 rettet und schützt Menschenleben. Wir sind stolz darauf, ihn im Kreis Unna zu haben”, betonte Makiolla. „Er ist wichtig für die ganze Region.” Sieben Kreise und fünf Großstädte im östlichen Ruhrgebiet gehören zum „Einflugsgebiet” des gelben Engels. Sein Zuhause aber ist Lünen. Hierhin wendet sich die Rettungsleitstelle des Kreises, wenn es brenzlig wird. Von hier aus startet der Hubschrauber bereits seit 1975 zu seinen Einsätzen. „Inzwischen gehört er einfach zu Lünen. Obwohl er ein bisschen Krach macht - die Bürger lieben ihren Hubschrauber geradezu”, hat Kreisdirektor Rainer Stratmann beobachtet. Und das, obwohl sein Auftauchen am Himmel nichts Gutes verheißt. „Wenn wir gerufen werden, geht es meist um Schwerverletzte”, sagt Eduard Mathejka, Oberarzt der Anästhesiologie am St.-Marien-Hospital. Im laufenden Jahr hat das Team 950 Patienten in die Krankenhäuser der Region geflogen. Eine große Zahl, durch die die Rettungsflieger aber nicht abgestumpft sind. „Mit jedem Einsatz ist ein Schicksal verbunden”, erklärt Mathejka. Er bildet mit zwölf Fach- und Notärzten, neun DRK-Rettungsassistenten und acht Piloten des ADAC das Christoph 8-Team. „Diese Dreier-Kombination hält zusammen”, lobte Makiolla. In Zukunft soll das Trio sich sogar noch näher kommen: Die Abteilung für Anästhesiologie zieht aus der ersten Etage ins Erdgeschoss des Hospitals. „In direkte Nachbarschaft zum Landeplatz”, erklärte Chefarzt Dr. Wolfram Wilhelm. „So sind wir noch schneller da, wenn ein Alarm eingeht.” Und noch etwas wird im nächsten Jahr anders sein: Die zweijährige Dauerbaustelle am Hubschrauber-Standort konnte abgeschlossen werden. Für 250 000 Euro hatte der ADAC die Halle sanieren, eine Plattform bauen und eine moderne Tankanlage installieren lassen.
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