Frieden nicht selbstverständlich
15.11.2009 | 17:02 Uhr 2009-11-15T17:02:00+0100Lünen. Der Friede der Welt beginne im eigenen Haus und vor der eigenen Haustür, zitierte CDU-Ratsherr Alfred Meermann gestern während seiner Gedenkrede im Gymnasium Altlünen anlässlich des Volkstrauertages die Worte des heiligen Augustinus.
Ob in der Stadtmitte oder in den Stadtteilen im Süden, Norden, Osten, Westen: Überall im Umkreis gedachten Lüner gestern der Toten und Opfer des Krieges. Im Vordergrund der Reden die Wichtigkeit des Erinnerns, das Mahnen der Vergangenheit, aber auch der Gegenwartsbezug. Die persönliche Verantwortung eines jeden Einzelnen hob dann auch der Vorsitzende der Gemeinschaft der Brambauer Vereine, Martin Fleischmann, in seiner Rede am Brambauer Ehrenmal hervor. Auch Alfred Meermann betonte, jeder Einzelne sei aufgerufen, seinen persönlichen Beitrag zu leisten und für Frieden und Freiheit einzustehen.
„Insbesondere denken wir hier auch unserer 81 Bundeswehrsoldaten, die seit 1992 in Auslandseinsätzen ihr Leben lassen mussten. Unsere Gedanken sind in dieser Stunde bei ihren Angehörigen”, so Meermann. Auch Pfarrerin Friederike Scholz-Druba mahnte zur Sensibilität. Niemand solle aufgrund seiner Herkunft oder Religion ausgegrenzt werden. In ihrer Rede verwies sie außerdem auf aktuelle Geschehnisse in Berlin und Dortmund und die Angst vor Terroranschlägen.
Viele Redner verwiesen auf die Geschehnisse des 11. Septembers, aber auch der Fall der Mauer vor 20 Jahren sowie das 60-jährige Bestehen der Bundesrepublik wurden in den Reden thematisiert. Grundtenor aller Redner war, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und Frieden und Freiheit nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
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