Fortschritte beim Bündnis gegen Rechts
20.10.2011 | 18:22 Uhr 2011-10-20T18:22:00+0200
Lünen.Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für ein Bündnis gegen Rechts weiter. Die „Hausaufgaben“ von der ersten Zusammenkunft seien weitgehend abgearbeitet, erklärte am Donnerstag der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Schmeltzer. Ihm wurde als Initiator unter anderem aufgetragen, sich um Erkenntnisse über die Lüner Nazi-Szene als Grundlage eines weiteren Vorgehens der Initiative zu kümmern.
Er lägen inzwischen Informationen der Polizei vor, erklärte Schmeltzer. „Das war nicht so einfach, aber mit den Daten kann man arbeiten.“ Kirchen und Gewerkschaften hätten ferner signalisiert, ihre Erfahrungen aus dem Dortmunder Bündnis gegen Rechts einzubringen – eine Nachricht, die auch dem Wunsch des Friedenskreises Lünen entspricht.
Was die Erfahrungen und Erkenntnisse der Antifa Lünen betrifft, sei der Kontakt zur Gruppe hergestellt. Schmeltzer will mit ihnen in absehbarer Zeit „hinter verschlossener Tür“ sprechen. Dass die Antifa-Leute anonym bleiben wollen, sei angesichts ihres Engagements und der damit verbundenen Risiken nachvollziehbar.
Unmittelbar nach diesem Gespräch will Schmeltzer zu einer neuen Zusammenkunft aller Akteure im Kampf gegen Rechts einladen. Als Versammlungsort schwebt ihm das Rathaus vor. „Das hätte auch symbolischen Charakter.“ Auf jeden Fall muss es ein großer Raum oder Saal sein. Die SPD-Geschäftsstelle, Ort des ersten Treffens, war für die 68 Interessenten definitiv zu klein.