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"Schachtzeichen"

Feiern unterm ehemaligen Förderturm

11.03.2010 | 17:56 Uhr

Brambauer. Mit bis zu sechs Standorten wird sich Lünen an der Aktion „Schachtzeichen” im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 beteiligen. Fünf Standorte stehen bereits fest, zwei davon befinden sich in Brambauer.

Die Planungen für das Rahmenprogramm, die in den Händen der IGBCE-Ortsgruppen liegen, laufen auf Hochtouren. Ein Teil des Programms steht inzwischen fest.

In der Zeit vom 22. bis 30. Mai werden über dem gesamten Ruhrgebiet große, gelbe Ballons in gut 80 Metern Höhe schweben und die Region so zum wohl größten Kunstwerk der Welt machen. Das ambitionierte Projekt wird an die Bergbauvergangenheit des Ruhrgebiets und deren Bedeutung erinnern, indem die ehemaligen Schachtanlagen-Standorte kenntlich und so auch der Wandel des Ruhrgebiets weg von der Bergbauregion sichtbar gemacht wird.

In Brambauer sind die Standorte Achenbach 1/2, heute Standort der Arbeitsloseninitiative und der RAG Bildung, sowie das Colani-Ufo auf dem ehemaligen Schacht 4 ausgewählt. Unter dem Ufo wird sich dann am Tag des „Schachtfests” am Samstag vor Pfingsten auch weitestgehend das Programm abspielen, das von der IGBCE organisiert wird.

Klar ist: So viele bergbaunahe Vereine und Organisationen wie möglich sollen präsent sein. Knappen- und andere Traditionsvereine. Zusammen mit Wolfgang Schubert, dem Betreiber einer Internet-Seite, die an die Zeche Minister Achenbach und ihre Geschichte erinnert, läuft auch die Arbeit an einer Ausstellung mit historischen Fotos und Dokumenten rund um den Bergbau.

Mit im Boot sein werden laut Manfred Pöhland von der IGBCE auch das Schützenmusikcorps Brambauer sowie der Show- und Fanfarenzug des Knappenvereins Glück-Auf Alstedde. Schließlich werden zwei Sänger engagiert, die alte Arbeiter- und Bergmannslieder zum Besten geben werden. Weitere Programmpunkte sind noch in Planung, aber nicht spruchreif. Die Nacht unterm ehemaligen Förderturm wird jedenfalls lang werden: Bis 1 Uhr sollen die Ballons schweben und beleuchtet werden.

Die IGBCE ist außerdem dafür verantwortlich, die Ballons an beiden Standorten morgens in die Luft zu lassen und abends wieder herunterzuziehen.

Weitere sichere Standorte für die Schachtzeichen im Stadtgebiet sind die Zeche Preußen, Schacht 2, sowie die Zeche Preußen, Schacht 3. Noch im Gespräch sind die ehemalige Schachtanlage Achenbach 5 in Altlünen, Im Geistwinkel. Hier hakt es noch an der Finanzierung, denn die Kosten dafür, einen der gelben Ballons anzuschaffen und in die Luft zu lassen, liegen bei 5000 Euro – ohne ein mögliches Rahmenprogramm. Bisher sind zwei Ballons durch die Stadt finanziert, zwei weitere durch das Projektbüro SchachtZeichen in Essen, der fünfte wird durch einen Sponsor finanziert.

Oliver Schlappat

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