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Einbrecher schlagen in Lünen öfter zu

14.11.2012 | 07:00 Uhr
Einbrecher schlagen in Lünen öfter zu

Lünen.   Die Zahl der Einbrüche in Lünen ist im ersten Halbjahr 2012 um fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Damit liegt die Lippestadt in der Kriminalitätsstatistik über den Landesdurchschnitt.

Die Lippestadt ist derzeit überproportional beliebt - in diesem Fall leider bei Kriminellen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 15 Prozent auf jetzt 159.

Damit liegt Lünen sogar noch über dem landesweiten Trend. In ganz Nordrhein-Westfalen erhöhte sich die Zahl der Wohnungseinbrüche „nur“ um knapp zwölf Prozent. „Lünen bildet leider keine Ausnahme, die Entwicklung der steigenden Fallzahlen ist überall zu beobachten, da wir es häufig mit reisenden Tätern zu tun haben“, sagte Manfred Radecke, Pressesprecher der Polizei Dortmund und damit auch für den Bereich Lünen zuständig.

Erst Anfang der Woche hatten die Polizeigewerkschaften in NRW und der Bund Deutscher Kriminalbeamter kritisiert, dass die Polizisten überlastet seien und auch damit die schwache Aufklärungsquote von nur noch elf Prozent erklärt. In Lünen gebe es einen bestimmten Personalsockel, der gehalten werden müsse, wollte Radecke ansonsten nicht näher auf das Thema eingehen.

Für das zweite Halbjahr dürfte sich die Zahl der Einbrüche in Lünen weiter erhöhen. „Mit der Zeitumstellung und der dunklen Jahreszeit beginnen erst die Einbruchsspitzen“, erklärt Kriminalhauptkommissar Markus Schettke vom Dortmunder Kommissariat Vorbeugung, dass das Risiko eines Einbruchs im Winter drei Mal höher sei als in den Sommermonaten.

Mit seinen Kollegen bietet Schettke deshalb eine kostenlose Beratung im Polizeipräsidium Dortmund an der Markgrafenstraße an und hat alle Hände voll zu tun. „Bei aktuellen Einbruchsopfern kommen wir sogar kostenlos raus in die Wohnungen und beraten direkt vor Ort“, sagt Schettke. Die Beratung dauert 90 Minuten. Zeit, die für Schettke sehr sinnvoll investiert ist. „Denn Prävention ist erfolgreich“, spricht der Experte von immer mehr versuchten Taten. „40 Prozent der Einbrecher scheitern mittlerweile beim Versuch, in die Wohnung zu kommen, an technischen Sicherungen.“

Über die richtige Haustür, sichere Fenster oder stabile Rollläden spricht Schettke dann auch mit seinen „Kunden“. „Zudem betreiben wir Verhaltensprävention, versetzen uns in die Täterlage und versuchen so eine bessere Sicht auf die Situation zu bekommen“, sagt Schettke.

Um den Einbrechern in Lünen künftig besser die Stirn zu bieten, gibt es auch für Vereine oder Verbände die Möglichkeit, die Mitarbeiter des Kommissariats Vorbeugung zu einem Vortrag einzuladen.

Markus Wilczek


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