Die Gemeinden unter einem gemeinsamen Dach
15.12.2011 | 18:29 Uhr 2011-12-15T18:29:00+0100
Lünen-Süd.„Dass eine Kirche renoviert wird, das höre man häufiger. Dass sie aber komplett neu gebaut wird, das ist schon eine Nummer“, sagte gestern der stellvertretende Bürgermeister Michael Haustein bei der Grundsteinlegung der Neuapostolischen Kirche. 1,8 Millionen Euro werden in dem Neubau an der Bebelstraße 196 investiert. Es bietet Platz für mehr als 250 Gottesdienstbesucher.
Über 700 Mitglieder zählt die Lüner Gemeinde, viele von ihnen waren Donnerstag dabei, als die offizielle Grundsteinlegung gefeiert wurde. „Wir haben sie eingeladen, um zu zeigen, dass es nach dem Abriss weiter geht, etwas neues entsteht“, erklärt der Lüner Kirchenvorsteher Stephan Wiese. im Oktober soll der Neubau der Kirche fertig sei.
Er biete nicht nur Platz für Gottesdienste, er habe auch zahlreiche Nebenräume, die für Gemeindeveranstaltungen genutzt werden können. Wie zum Beispiel Seniorenabende, Jugendtreffs und Musikveranstaltungen. Die Gemeinde plane zudem verstärkt karitative und kulturelle Angebote. Hierzu gehöre zum Beispiel regelmäßige Blutspendeaktionen zusammen mit dem Blutspendedienst West des DRK oder auch Lesungen.
Zudem bekommt die neue Kirche eine Pfeifenorgel, die zukünftig auch für Konzerte genutzt werden sollen. Stephan Wiese: „Unsere Gemeinde will sich in der kulturellen Landschaft Lünens einen Platz sichern“.
Nach den Zusammenlegungen der Gemeinden Lünen-Gahmen und Lünen-Ost in den letzten Jahren werden nun auch die drei Gemeinden Lünen-Mitte, Nord und Süd fusionieren. Zentraler Anlaufpunkt wird die Bebelstraße 196 sein. „Mit der Fusion und der neuen Kirche wollen wir unsere Gemeinde zukunftsfähig aufstellen“, erklärt der Lüner Gemeindevorsteher.
Die Neuapostolische Kirche hat in Lünen eine lange Tradition. Im Mai 1900 fand in Lünen der erste neuapostolische Gottesdienst statt. 1928 wurde die erste Kirche eingeweiht. In den folgenden Jahren wurden weitere Gemeinden im Lüner Stadtgebiet gegründet, eine davon auch in Brambauer.
Finanziert wird der Bau von der neuapostolischen Kirchen-Gemeinde NRW, die Mittel speisen sich aus privaten Spenden der Mitglieder.
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