Chöre und Solisten glänzend aufgelegt
18.05.2008 | 16:56 Uhr 2008-05-18T16:56:00+0200Lünen. (IK/PiLi) Hans Protze, erster Vorsitzender vom Polizeichor "Quartettverein" Selm, spannte die Besucher gestern nicht lange auf Folter, seine Rede zur Eröffnung des "Matinee schöner Stimmen" im Hilpert-Theater hielt er kurz und gab rasch die Bühne .
... frei für die renommierten Chöre und Solisten. Zuvor dankte er Dieter Schmidt, dem Direktor des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen, der als Schirmherr die Veranstaltung unterstützte. Fast schon traditionell findet die Matinee unter der Leitung von Professor Klaus-Michael Leifeld, der sich als Gesangslehrer und musikalischer Mentor einen Namen machte, in Herne statt. "Und wir fuhren regelmäßig dort hin", sagte Doris Gonze vom Frauen-"Hobby"-Chor Lünen im Gespräch. Die Idee, die Veranstaltung nach Lünen zu holen, habe schließlich Henryk Hans gehabt, Chorleiter des Frauenchores, des Polizeichores "Quartettverein" Selm und des MGV "Harmonia" Zeche Victoria Lünen. Und es hat geklappt. "Es ist das erste Mal in Lünen, das es ein Konzert in dieser Form gibt", freute sich Doris Gonze.
"Sie sehen hier zwar keine Räuber, sie singen aber wie solche", scherzte Henryk Hans und meinte damit die beiden Männerchöre, die auf der Bühne parat standen und mit dem feurigen Trinklied "Erhebet das Glas" aus der Oper "Ernani" von Guiseppe Verdi das Konzert eröffneten. Dazu begleitete Ursula Liebl am Klavier. Für die gelernte Musiklehrerin und Konzertpianistin ist das gemeinsame Musizieren bei Veranstaltungen ein Schwerpunkt, und sie ist für mehrere Chöre im Münsterland und im Raum Dortmund tätig.
Bis zur Pause gehörte die Bühne ausschließlich den Solisten Angela Hölscher, Johannes Richter, Christina Michael und Georg Lange, die allerdings nicht von Liebl, sondern von Professor Klaus-Michael Leifeld begleitet wurden. Die Sopranistin Hölscher trumpfte beispielsweise mit "Qando m' en vo", einem Walzerlied der Musette aus "La Bohéme" von Giaccomo Puccine auf, Richter mit "Konstanze, dich wiederzusehen", einer Arie des Belmonte aus "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart, Christina Michel mit "Parto, Parto", einer Arie des Sextus aus "La Clemenza di Tito", ebenfalls von Mozart und Georg Lange mit "Der Vogelfänger bin ich ja" aus "Die Zauberflöte".
Mit dem Zigeunerchor aus "Der Troubadur" und dem Gefangenchor aus "Nabucco" von Verdi eröffneten der Frauen- und die beiden Männerchöre die zweite Konzerthälfte. Zusammen mit den Solisten kamen später alle noch einmal auf die Bühne, um mit dem "Vogelhändler" den Höhepunkt des Konzerts zu bestreiten.
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