Caritas betreut weiter Flüchtlinge
23.09.2011 | 11:27 Uhr 2011-09-23T11:27:53+0200
Lünen.Der Caritasverband hat vor knapp fünf Jahren die Betreuung von Asylbewerbern in Lünen übernommen. Am Mittwoch wurde der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Also werden auch weiterhin 20 Stunden pro Woche externe Beratungen angeboten und die Familien bei Problemen mit Behörden und im Alltag unterstützt. Für 2013 kündigte der Erste Beigeordnete Günter Klencz umfassende Umstrukturierungen bei der Heimunterbringung in der Stadt an.
Derzeit prüfe die Verwaltung neue Möglichkeiten für die Unterbringung, auch der Flüchtlingsbeirat beschäftige sich mit dem Thema, erklärte die Sprecherin Christiane Mai. Der Beirat habe sich die Einrichtungen angeschaut und auch mit Familien den Kontakt gesucht, so Mai. Sie begrüßt den Vorstoß der Verwaltung, die Wohnsituation zu verändern. Die Einrichtung an der Alstedder Straße beispielsweise betrachtet Mai als nicht gerade wohnlich. Die Ideen würden in alle Richtungen gehen, bestätigt Klencz. Eine Entscheidung werde aber sicherlich nicht vor Mitte 2012 getroffen und umgesetzt werde sie erst in 2013.
Zurzeit gibt es in Lünen drei Einrichtungen, in denen Flüchtlinge, darunter Asylbewerber und geduldete Personen, leben. An der Alstedder Straße leben in der Mehrzahl Einzelpersonen, an der Brambauerstraße gibt es Platz für bis zu vier Familien und im Komplex Auf dem Ringe steht eines der drei Häuser zur Verfügung. Nur das Gebäude an der Alstedder Straße ist im städtischen Besitz, die anderen sind angemietet. Es müssten nun mehrere Fragen geklärt werden, erklärt Klencz. Will man eher Sammelunterkünfte oder Wohnungen? Wie groß sollen sie sein, eher geballt oder dezentral? Und was kostet die Unterbringung?
Was die Verlängerung des Betreuungsangebotes der Caritas kostet, steht fest. 37 000 Euro zahlt die Stadt an den Verband. Zwei Diplom-Sozialarbeiterinnen teilen sich die 20 Wochenstunden und bieten Sprechstunden im Büro Auf dem Ringe an und machen Hausbesuche. Die Statistik belegt, das Angebot komme bei den Leuten an, erklärt Rolf Leimann, der zuständige Bereichsleiter der Caritas.
Von Januar bis August 2011 wären 212 Sprechstunden genutzt worden. In 2010 seien es insgesamt 231 gewesen. Außerdem wurden bisher 60 Hausbesuche gemacht. Im vergangenen Jahr waren es 87. Dadurch dass die beiden Caritas-Mitarbeiter zwar im Auftrag der Stadt arbeiten würden, aber nicht der Verwaltung unterstehen, werde die Zusammenarbeit mit den Betroffenen vereinfacht, so der Tenor der Caritas-Mitarbeiterinnen.
Ein Problem sehen sie aber darin, dass Familien erst an der Alstedder Straße untergebracht werden und später eine neue Unterkunft bekommen. Sie vermissen in manchen Fällen die Konstanz in der Unterbringungen. Dies sei wichtig, damit die Familie eine Chance hat, sich in das Wohnumfeld einzuleben.
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