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Umwelt

BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke

28.12.2011 | 13:24 Uhr
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
Zankapfel: Das Kohlekratwerk in Lünen. Foto: Timur Emek/dapd

Lünen/Datteln.   Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will das endgültige Aus für die geplanten Steinkohlekraftwerke in Datteln und Lünen. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative Kontra Kohlekraft forderte der BUND die Betreiber Trianel und E.on auf, ihre Bauvorhaben zu stoppen.

Vier Jahre nach Beginn der Auseinandersetzungen um die Steinkohlekraftwerke in Lünen und Datteln fordern Umweltschützer das endgültige Aus der umstrittenen Projekte.

Der NRW-Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative Kontra Kohlekraftwerk (BI-KKK) forderten am Mittwoch die Betreibergesellschaften Trianel und E.on auf, von den Vorhaben Abstand zu nehmen. Nach den erfolgreichen Klagen des BUND verfüge keines der Kraftwerke über die erforderlichen Genehmigungen.

Anfang Dezember hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster die Teilgenehmigung für das fast fertige Kraftwerk Lünen aus Gründen des Umweltschutzes aufgehoben . 2009 hatte das OVG bereits den Bebauungsplan für Datteln für unwirksam erklärt. Unter anderem liege das Kraftwerk zu nah an Wohngebieten.

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Kommentare
31.12.2011
16:38
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
von tommick | #12

Es wäre wünschenswert, wenn die Beiträge mehr Sinn enthalten würden.

Schaut man sich die Historie dieses Lünener Kraftwerkes an, so wird schnell klar, das Lünen einen ganz besonderen Charme hat. Hier kümmert es die Bürger nicht, ob sie dimensionsoffene Kupferhütten, Kohleumschlagplätze oder zig Müllverbrennungsöfen nebeneinenader haben. Da schauen sie auch schon mal über sich füllende Messgläser an den Umweltmeßstationen verständnisloser und unkritischer zu...

Ich stelle mir da schon die Frage, warum dies so ist.
Eine Arbeitstelle ist ein Grund geworden, nachdem man sich die gutbezahlten jobs wegrationalisieren liess und dafür gerne die 1 Eurostellen als Arbeitsplatzmaßname eintauschte..

Wann wird man je verstehn, wann wird man jeeh verstehn, sang schon vor 20 Jahren der Schlagersänger auf uns herab.
Ärzte, die auf Kinderkrankheitsentwicklungen hinweisen, werden hier verlacht.
Lippewassertemperaturen werden hier in Lünen auch mal vor Einleitung des erwärmten Wassers durch das Steagwerk gemessen.

Nun frage ich mich: Sind die Lünener ein Volk von sinnfreien Leuten, die keine eigene Meinung besitzen?
Von der Kraftwerksarbeitsplätzen profitier, genau wie bei den Verbrennungsöfen der Remondiswerke, nur ein ganz geringer Anteil an Leuten, im Verhältnis zu denjenigen Menschen, die die Vergiftungen und Verstänkerungen hinnehmen müssen. Der RP Arnsberg hat sein Wässerchen gemacht, was seine Legitimierung angeht. Er hat einen russischen Umwelminister mit einem kriminellen internationalen Geschäftemacher via staatsbesuchähnlichen Aufwandes empfangen und wertegeschätzt, als es um Lieferpapiere von PCB hochbelasteter Trafos aus Russland ging. Envio lässt grüßen. Schönen Dank für die Genehmigungen der Deponien..
Man darf in lünen gespannt sein, was sich diese Behörde noch alles herausnimmt und wobei sie noch weiter wachsende Dilletanz beweist wärend sich die Bürger zuschwätzen lassen....

Danke für dieses Gerichtsurteil!
Und Atomstrom wurde für machen erst unpopulär, seit man auf die zweite Katatstrophe gestoßen wurde. Danke, das durch den Zufall kein AKW hier in der Nähe betroffen war. Sonst hätten wir für das Erwachen Einiger einen gewaltig hohen Preis bezahlt.

Die AKW-Technologie hätte genau wie das KKW in Lünen nie gebaut und genehmigt werden dürfen. Dafür wäre andere Technologie und Standortwahl möglich gewesen. Die Fehler sollen nun, nach meiner Meinung endlich die ausbaden und bezahlen, die die Verantwortung tragen.
Das wäre in meinen Augen Vernunft und Konsequenz.
Und nicht nur das KKW sollte hier bei uns in den Focus rücken. Der helfende Nachbar in der Region hat nicht umsonst seinen Namen Rethmann abgelegt.

31.12.2011
10:00
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
von feder24 | #11

Zitat aus Bericht: ...2009 hatte das OVG bereits den Bebauungsplan für Datteln für unwirksam erklärt. Unter anderem liege das Kraftwerk zu nah an Wohngebieten.

Wer sich die schönen Bilder vom fliegenden WAZ Fotografen ansieht, kann feststellen, dass das Kraftwerk weiter von den Wohnhäusern entfernt liegt als diese von dem älteren Industrie- bzw. Gewerbeanlagen auf der anderen Kanalseite.
Haben die Häuserbauer vielleicht zu nah gebaut?

29.12.2011
11:44
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
von Der_Wurzelpacker | #10

Ist doch egal, unsere Nachbarn produzieren doch genügend Atomstrom, den wir aufkaufen können.

28.12.2011
19:41
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
von justuser | #9

Das mit der Genehmigung war schon ein Hammer!
Das E.ON und Konsorten schon vor der endgültigen Genehmigung mit dem Kraftwerksbau begonnen haben, zeigt nur mit welcher Arroganz die großen Konzerne schon vorgehen! So nach dem Motto, "uns traut sich doch sowieso keiner mehr zu stoppen"...alleine dafür haben die schon einen verdient und ja auch bekommen.

Was Kohlekraftwerke allgemein angeht, so bin ich Befürworter (solange keine Alternativen) von Kohlekraftwerken (nicht Braunkohlekraftwerke). Die modernen Steinkohlekraftwerke sind schon lange keine Dreckschleudern wie früher mehr und produzieren ernorm viele Kraftwerkstoffe, für Straßen und Häuserbau!

Atomkraft ist ein unkalkurlierbares Risiko. Das heißt, Kohlekraft oder Gaskraft, solange keine vernünftigen Alternativen zur Verfügung stehen. Deshalb müssen solche modernen Kraftwerke wie in Datteln und Lünen (noch) her.
Und bitte nicht noch mehr Windkraft um Gottes Willen! Dieses Zerstören von Landschaften muss aufhören.

Ich bin letztens noch durch eine schöne Landschaft südl. von Bremen gefahren, ein Windkraftpark nach dem anderen, die Landschaft war gar nicht mehr richtig wahrzunehmen und in ihrer Schönheit vollkommen zerstört, was zusätzlich durch diese ständigen Bewegungen der riesigen Rotorblättern, eine völlige Unnatürlichkeit in der Natur, noch unterstützt wird!

Und das soll erst der Anfang sein?
Ich prophezeie, viele von den jetztigen Windkraftschreiern, werden dann plötzlich Windkraftgegner sein, aber wenn die Dinger einmal stehen, dann ist es zu spät!

28.12.2011
18:58
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
von comptur | #8

Natürlich geht es gegen Kraftwerke! Mit allen Spitzfindigkeiten wird das deutsche Gesetzwerk durchforstet um Deutschland zu einem Schlaraffenland für Frösche und sonstige Kleinlebewesen zu gestalten.

28.12.2011
17:17
Manche begreifen es wohl nie?
von Catman55 | #7

Es geht doch gar nicht gegen Kraftwerke. Andersherum darf nicht Gesetze nach eigenem Gusto "verbiegen"! Bau doch mal einfach so ein genehmigungspflichtiges Häuschen in eurem Garten - ohne vorher Genehmigung einzuholen - das dürft ihr garantiert auf eigene Kosten wieder abreißen.

28.12.2011
15:35
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
von hagfri | #6

Allmählich werde ich zum Gegner von BUND. Wer nicht mehr klar denken kann, immer noch an den Weihnachtsmann glaubt, das der Strom aus der Steckdose kommt. Aber keine Lösung anbietet, selbst nicht weiß woher der Strom kommt oder kommen soll, der ist für mich einer, den man nicht mehr für voll nehmen kann.

Windkraft ist nur eine Teillösung. Sonne, in unseren Breiten, das ich nicht lache.
Gegen Leitungsbau ist der BUND mit den anderen aber auch. Solange wie kein schlüssiges, umsetzbares Konzept vorliegt, dann erstellt auch ist, solange brauchen wir noch Wärmekraftwerke wie Lünen. Also noch mindestens 40 Jahren. Vorher können wir nicht auf solche Anlagen verzichten.
So ist es Profilierungssucht einiger BUND Zeitgenossen geworden.

28.12.2011
15:15
Das hat nichts mehr mit Vernunft zu tun
von SoerenHL | #5

Atomausstieg, Steinkohleausstieg und Braunkohleausstieg
= Ausstieg aus 2/3 des Energiemixes von 2011!

Wie soll das *sofort* gehen? Wer hat in den Umweltschutzverbänden und der ganzen Öko-Szene eigentlich vor dem fordern und brüllen eigentlich mal themenübergreifend nachgedacht?

Umweltschutz ist wichtig und ehrgeizige Ziele sind gut. Aber gleichzeitig zum Atomausstieg neue Kohlekraftwerke aus ideologische Gründen zu verdammen, obwohl sie ältere, dreckigere ersetzen, ist kurzsichtiger Aktionismus der in einem rohstoffarmen Industrieland endgültig alles vor die Wand fahren und Strom zum Luxusgut machen will. Strom ist aber nunmal neben Wasser der Lebenssaft jeder einigermaßen entwickelten Gesellschaft. Erneuerbare Energien können ohne Speichertechniken nicht sofort einspringen, selbst wenn die Kapazität da wäre in einem Jahr ganz Deutschland mit unendlich vielen neuen Windmühlen voll zu pflastern. Es ist unmöglich Deutschland so *heute* zu versorgen!

Mit solchen Leuten und ihren Extremforderungen kann man keine Energiepolitik machen. Wer jetzt den Kohleausstieg fordert, wird nur den Wiedereinstieg in die Kernkraft erreichen. In den einen oder anderen sauren Apfel muss man im Leben schonmal beissen. Es geht nicht alles auf ein Mal optimal. Das geht es nie in der realen Welt, nur an Stammtischen und in irgendwelchen subjektiv eingefärbten Theoretiker-Köpfen.

28.12.2011
14:08
BUND fordert Aus für Kohlekraftwerke
von meinemeinungdazu | #4

Der BUND hat gar nichts zu entscheiden. In der Übergangsphase des Atomausstiegs werden noch Kohlekraftwerke gebraucht. Erst bei höchster Versorgungssicherheit können sie zurückgebaut werden.

28.12.2011
14:05
Warum so radikal
von meigustu | #3

statt dessen besser Emmisionsgrenzwerte vorgeben, die allerdings auch nicht dadurch unterlaufen werden dürfen, das man die Abgase für drei Jahrzehnte den Ostfriesen oder den Holländern unter den Hintern bzw. unter die Nordsee pumpt.

Immerhin ist CO² auch ein Rohstoff der sich zu Kunststoff verarbeiten lässt. Das Ruhrgebiet ist da ideal, da mit den noch vorhandenen Bergwerke unterirdische Produktionsstätten zur Verfügung stehen, die die für diese Produktion benötigte Prozesswärme ganz natürlich bereitstellen. Das ebenfalls erforderliche Licht lässt sich mit modernen Kunststoffen von über Tage einfach dahin transportieren.

Gerade für die umstrittenen Bauruinen wäre so etwas eine Kompromisslösung die als Modellprojekt sicherlich auch von der EU gefördert wird.

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